PRESSEMAPPE. QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT - FIT FÜR DIE ZUKUNFT"

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Preisträgerin im Mai: WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungs-GmbH Eberswalde Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU)Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter BBU-Landesgeschäftsstelle PotsdamMinisterium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR)Jürgen Schweinberger, AbteilungsleiterIM ÜBERBLICK Presseinformation: Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" geht im Mai nach Eberswalde Projekt "Wohnterrassen am Finowkanal" Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft"ALTERSGERECHTES WOHNEN MIT WEITBLICK: WOHNTERRASSEN AM FINOWKANAL "Die Wohnterrassen am Finowkanal bieten seniorengerechtes, sicheres Wohnen nahe der Innenstadt. Darüber hinaus hat die WHG Eberswalde auch bei Konzeption und Vermarktung ein besonders hohes Maß an Professionalität gezeigt." Mit diesen Worten begründete die Jury die Auszeichnung der Wohnterrassen mit dem Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft". Am 27. Mai nahm WHG-Geschäftsführer Rainer Wiegandt die Auszeichnung entgegen. "Ich freue mich sehr über die Auszeichnung. Dass die WHG das begehrte Qualitätssiegel für dieses Projekt erhalten hat, ist für uns eine Ehre", so Wiegandt. Bei den "Wohnterrassen am Finowkanal" handelt es sich um ein Wohnprojekt, das in besonderer Weise auf die Wohnbedürfnisse von Seniorinnen und Senioren eingeht. Mit Investitionen in Höhe von 3,2 Millionen Euro baute die WHG einen Plattenbau behindertengerecht um. Durch die Kooperation mit der Volkssolidarität Barnim können die Bewohner aus einem zielgruppengerechten Serviceangebot wählen – von der Nachtrufbereitschaft bis hin zur Freizeitgestaltung.  "Alte Menschen können hier zentrumsnah, modern um komfortabel wohnen. Damit schafft die WHG die Voraussetzungen dafür, dass Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich selbstbestimmt und gut leben können", so Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der Landesgeschäftsstelle Potsdam des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) und Mitglied der "Gewohnt gut"-Jury. Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann gratulierte der WHG als Schirmherr der Aktion zu der Auszeichnung. "Dass die WHG heute das Qualitätssiegel erhält macht deutlich, dass die Stadt stolz auf ihr Unternehmen sein kann. Mit  innovativen Projekten stärkt sie die Lebensqualität in Eberswalde." In beispielhafter Weise sei ein Plattenbau zukunfts- und bedarfsgerecht modernisiert worden. Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) und dem Infrastrukturministerium an ein märkisches Wohnungsunternehmen vergeben. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Stadterneuerung und Stadtumbau umfassen mehr als nur den Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen. Auch die Aufwertung bestehender innerstädtischer Wohnquartiere ist von großer Bedeutung. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die neben dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) aus Vertretern der Arbeitsgemeinschaft "Innenstadtforum Brandenburg", dem Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), sowie dem Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR) besteht. WOHNTERRASSEN AM FINOWKANAL – ALTENGERECHTES WOHNEN MIT BLICK AUF´S WASSER Nachtrufbereitschaft einer Pflegekraft, gemeinsame Freizeitgestaltung, Vermittlung von Menüservice, Wäschedienst oder Fahrdiensten: "Das Dienstleistungsangebot für unsere Mieter hier ist umfangreich", so Rainer Wiegandt, Geschäftsführer der WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungs-GmbH Eberswalde. Aus einem sechsgeschossigen Plattenbau der 70er Jahre entstand durch umfangreiche Um- und Teilrückbaumaßnahmen eine moderne Anlage für seniorengerechtes Wohnen. Aus 70 Einraumwohnungen wurden 59 behindertenfreundliche Wohnungen mit in der Regel zwei Zimmern und Wohnflächen zwischen 25 und 78 Quadratmetern. Schon bei Fertigstellung voll vermietet"Das Gebäude wurde durch einen terrassenförmigen Anbau mit Blick auf die Stadt und den Finowkanal zusätzlich aufgewertet", erläutert Wiegandt. Wegen der guten Lage, der hochwertigen Ausstattung und des umfangreichen Dienstleistungsangebots seien die Wohnungen sehr begehrt. Bereits vor Fertigstellung begann die WHG außerdem damit, das Angebot in Eberswalde und darüber hinaus bekannt zu machen. Wiegandt: "Der Erfolg kann sich sehen lassen. Schon bei Fertigstellung waren alle Wohnungen vermietet." Professionelle BedarfsanalyseDas Konzept zu den Wohnterrassen am Finowkanal wurde auf Grundlage einer Befragung unter Besuchern von Ortsgruppentreffs der Volkssolidarität Barnim erarbeitet. "Nach Auswertung von 122 Fragebögen erfolgte die Planung von Wohnungsgrößen, Anzahl der Zimmer und der Miethöhe", führt Wiegandt aus. Der Mietpreis liegt bei ca. 9,00 €/m² Warmmiete. Alle Wohnungen sind über einen Personenaufzug erreichbar. Sämtliche Zugänge zum Gebäude  wurden im Rahmen der Wohnumfeldgestaltung behindertengerecht ausgeführt. Außerdem wurden Badewannen durch ebenerdige Duschen ersetzt. Modulares DienstleistungsangebotDie Betreuung in Kooperation mit der Volkssolidarität Barnim erfolgt über ein Basispaket. Dazu muss ein gesonderter Betreuungsvertrag abgeschlossen werden. Die monatliche Betreuungspauschale liegt für eine Person bei 38,50 Euro, zwei Personen zahlen 57,75 Euro. "Das angebotene Basisbetreuungspaket kann auf Wunsch durch Zusatzleistungen ergänzt werden", so Wiegandt. Das Projekt hatte ein Investitionsvolumen von rund 3,2 Millionen Euro. Das Gros dieser Summe stammte aus Darlehen der Sparkasse Barnim, bei einem kleineren Teil handelt es sich um einen Förderkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Der Einbau der Aufzuganlage wurde vom MIT gefördert. DAS QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"Stadterneuerung und Stadtumbau sind viel mehr als nur Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen. Zentrale Bestandteile sind auch die Aufwertung bestehender Wohnquartiere und die Anpassung der sozialen, kulturellen und Bildungsinfrastruktur an den demografischen Wandel. Durch gute Wohnbedingungen und Funktionsstärkung der Innenstädte wird dafür gesorgt, dass die Menschen gerne in ihren Heimatregionen und Wirtschaftsunternehmen am Standort verbleiben oder sich neu ansiedeln. Jeden Monat zeichnen Infrastrukturministerium und BBU ein Projekt aus, das diesen Zielen in besonderer Weise gerecht wird. Es erhält das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft".Auszeichnung für beispielhafte ProjekteDas Qualitätssiegel geht an brandenburgische Wohnungsunternehmen, deren Wohnungsbestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Das gilt insbesondere für das Wohnen im Alter und bei Behinderung ebenso wie für familiengerechtes Wohnen oder den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien.Mit dem Qualitätssiegel sollen beispielhafte Projekte von Wohnungsunternehmen zur Aufwertung der brandenburgischen Innenstädte gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Zudem werden Standards definiert. Nur Projekte, die einem strengen Kriterienkatalog genügen, erhalten die Auszeichnung. Geprüft werden dabei beispielsweise der soziale Nutzen für die Mieter und für die Stadt sowie die Zukunftsfähigkeit der Projekte. Mit Aufwertungsmaßnahmen wie der Anpassung von Grundrissen, dem Einbau von Aufzügen oder der Entwicklung von wohnbegleitenden Dienstleistungen haben viele Wohnungsunternehmen schon frühzeitig auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg reagiert und attraktiven Wohnraum für Familien und ältere Menschen geschaffen.Erneuerung, Abriss und Aufwertung: Verschiedene Seiten einer MedailleIm Mittelpunkt der Stadterneuerung steht die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte. Im Rahmen des Stadtumbaus werden der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigten Wohnraums und Aufwertung der bestehenden Wohnungsbestände daher gleichzeitig vorangetrieben.Eigeninvestitionen und LandesförderungIm Rahmen des Stadtumbaus hat das Infrastrukturministerium den Abriss von rund 42.000 Wohnungen mit rund 270 Millionen Euro (Bund-/Ländermittel) gefördert. Die Leerstandsquote konnte so landesweit von 13,1 Prozent auf 11,5 Prozent abgesenkt werden. Die BBU-Mitgliedsunternehmen haben bislang knapp 37.000 Wohnungen abgerissen und sind damit die Hauptträger Stadtumbaus im Land Brandenburg. Zudem haben die brandenburgischen Wohnungsunternehmen seit 1991 mehr als 5,9 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert.Unterstützt werden diese Beiträge durch öffentliche Förderprogramme des Landes:Von 1991 bis 2006 hat das Land Brandenburg im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung 142.000 Wohnungen mit 5,1 Milliarden Euro gefördert. Davon waren 18.000 Wohnungen für selbstgenutztes Wohneigentum. 124.000 Mietwohnungen wurden modernisiert, teilweise alten- und behindertengerecht.Seit 2007 hat das Infrastrukturministerium die Wohnraumförderung neu ausgerichtet. Es erfolgt eine Konzentration auf die Innenstädte mit dem Schwerpunkt generationsgerechtes Wohnen. Hierfür wurden bisher für 2.000 Wohnungen 19,5 Millionen Euro bewilligt. Davon fließen rund 6,5 Millionen Euro in die Nachrüstung von Aufzügen.Ergänzt wird die soziale Wohnraumförderung durch die Programme der nationalen Städtebauförderung des Landes und Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 1990 flossen in Brandenburger Städte rund 2,5 Milliarden Euro an Landes-, Bundes- und EU-Mitteln, einschließlich des Anteils der Kommunen sind dies rund 3,3 Milliarden.So trägt das Land dazu bei, dass Modernisierungsinvestitionen der Unternehmen in ihre Wohnungsbestände auch für sozial Schwache sowie für alle Altersgruppen und Lebenslagen bezahlbar bleiben.