Preisträger im November 2008: WOBA Templin-UM, Wohnungsbaugesellschaft mbH
IM ÜBERBLICK Presseinformation: Auszeichnung "Gewohnt gut" geht im November nach Templin Projekt: "Wohnen mit Service" Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft""GEWOHNT GUT" GEHT IM NOVEMBER NACH TEMPLINDie WOBA Templin-UM, Wohnungsbaugesellschaft mbH, ist am 17. November mit dem Qualitätszeichen "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" ausgezeichnet worden. In ihrem Wohnungsprojekt "Wohnen mit Service" können Senioren in altersgerechten und barrierefreien Wohnungen bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes und aktives Leben in günstiger Stadtlage führen. Gemeinschaftsräume bieten Gelegenheit zum willkommenen Miteinander. Im gleichen Gebäude befindet sich ein Pflegedienstbüro der Volkssolidarität, mit der die WOBA Templin-UM einen Kooperationsvertrag geschlossen hat."Nach dem gelungenen Teilrückbau des Plattenbaus und dem Einbau von Personenaufzügen wird hier beispielhaft altersgerechtes Wohnen mit einem Pflegedienstangebot und dem Leben in Gemeinschaft verbunden. Das gibt den Mietern Sicherheit und ermöglicht ihnen ein selbst bestimmtes Leben.", so Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU Landesgeschäftsstelle Potsdam, bei der Begründung der Auszeichnung.Jürgen Schweinberger, Abteilungsleiter beim Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR), gratulierte zu der Auszeichnung: "Die WOBA Templin-UM hat mit ihrem Blockumbaukonzept bewiesen, dass sie auf die Herausforderungen des demografischen Wandels reagiert. Damit hat sie ein zukunftsweisendes Konzept umgesetzt." Mit dem Umbau des Wohnblocks aus dem Jahr 1986 habe das Unternehmen außerdem einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Nordstadt geleistet.Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) und dem Infrastrukturministerium an ein märkisches Wohnungsunternehmen vergeben. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Stadterneuerung und Stadtumbau umfassen mehr als den Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, sondern auch die Aufwertung bestehender innerstädtischer Wohnquartiere. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury aus Vertretern von BBU und Infrastrukturministerium. Das Infrastrukturministerium hat die Schirmherrschaft übernommen."WOHNEN MIT SERVICE" – ALTERSGERECHTES UND GEMEINSCHAFTLICHES WOHNENIm Zentrum der Nordstadt von Templin befindet sich das Mietwohnhaus der WOBA Templin-UM, Wohnungsbaugesellschaft mbH, wo altersgerechtes und barrierefreies Wohnen mit dem Service einer Pflegestation verbunden werden. Für das Wohnprojekt erhielt die WOBA Templin-UM das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft". Die Jury hob hervor, dass den Senioren in den auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Wohnungen so lange wie möglich ein eigenständiges Leben in ihrer angestammten Umgebung ermöglicht werde. Gemeinschaftsräume fördern das Miteinander der Bewohner. Die nahe gelegene Pflegedienstleistung kann individuell in Anspruch genommen werden.Die durch den Teilrückbau des Wohnblocks nun stufenförmige Abnahme der Geschosse bietet optische Reize und fügt sich hervorragend ins Stadtbild ein. Die günstige Lage im Zentrum der Nordstadt gewährleistet die Nähe zum Handels-, Service- und Kulturangebot und damit zum Gemeinschaftsleben. Die im Haus eingerichteten Gemeinschaftsräume bieten den Bewohnern den geeigneten Rahmen für Begegnung und Kommunikation.Die ausgezeichnete Wohnanlage entstand durch den stufenförmigen Teilrückbau eines Plattenbaus des Typs WBS 70 von sechs auf fünf bis drei Geschosse. Alle Wohnungen wurden altersgerecht und barrierefrei umgestaltet. Durch die Lückenschließung zwischen zwei Blöcken wurde es möglich, zwei getrennte Aufgänge mit einem Personenaufzug zu erschließen und Funktions- sowie Gemeinschaftsräume zu schaffen. Das Pflegedienstbüro der Volkssolidarität, mit der die WOBA Templin-UM einen Kooperationsvertrag schloss, befindet sich direkt im Gebäude.Die Investitionssumme betrug insgesamt drei Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgte zu 49 Prozent aus Eigenmitteln und zu 51 Prozent durch ein freies Darlehen der DKB. Das Projekt wurde im März 2008 fertig gestellt und ist voll vermietet.DAS QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"Stadterneuerung und Stadtumbau sind viel mehr als nur der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, sondern auch die Aufwertung bestehender Wohnquartiere und die Anpassung der sozialen, kulturellen und Bildungsinfrastruktur an den demografischen Wandel. Durch gute Wohnbedingungen und Funktionsstärkung der Innenstädte wird dafür gesorgt, dass die Menschen gerne in ihren Heimatregionen und Wirtschaftsunternehmen am Standort verbleiben oder sich neu ansiedeln. Jeden Monat zeichnen Infrastrukturministerium und BBU ein Projekt aus, das diesen Zielen in besonderer Weise gerecht wird. Es erhält das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft".Auszeichnung für beispielhafte ProjekteDas Qualitätssiegel geht an brandenburgische Wohnungsunternehmen, deren Wohnungsbestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Das gilt insbesondere für das Wohnen im Alter und bei Behinderung ebenso wie für familiengerechtes Wohnen oder den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien.Mit dem Qualitätssiegel sollen beispielhafte Projekte von Wohnungsunternehmen zur Aufwertung der brandenburgischen Innenstädte gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Zudem werden Standards definiert. Nur Projekte, die einem strengen Kriterienkatalog genügen, erhalten die Auszeichnung. Geprüft werden dabei beispielsweise der soziale Nutzen für die Mieter und für die Stadt sowie die Zukunftsfähigkeit der Projekte. Über die Preiswürdigkeit entscheidet eine Jury aus Vertretern von BBU und Infrastrukturministerium, unter dessen Schirmherrschaft das Qualitätssiegel steht.Mit Aufwertungsmaßnahmen wie der Anpassung von Grundrissen, dem Einbau von Aufzügen oder der Entwicklung von wohnbegleitenden Dienstleistungen haben viele Wohnungsunternehmen schon frühzeitig auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg reagiert und attraktiven Wohnraum für Familien und ältere Menschen geschaffen.Erneuerung, Abriss und Aufwertung: Verschiedene Seiten einer MedailleIm Mittelpunkt der Stadterneuerung steht die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte. Im Rahmen des Stadtumbaus werden der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigten Wohnraums und Aufwertung der bestehenden Wohnungsbestände daher gleichzeitig vorangetrieben.Eigeninvestitionen und LandesförderungIm Rahmen des Stadtumbaus hat das Infrastrukturministerium den Abriss von rund 42.000 Wohnungen mit rund 270 Millionen Euro (Bund-/Ländermittel) gefördert. Die Leerstandsquote konnte so landesweit von 13,1 Prozent auf 11,5 Prozent abgesenkt werden. Die BBU-Mitgliedsunternehmen haben bislang knapp 37.000 Wohnungen abgerissen und so einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Stadtumbaus geleistet. Zudem haben die Brandenburgischen Wohnungsunternehmen seit 1991 mehr als 5,9 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert.Unterstützt werden diese Beiträge durch öffentliche Förderprogramme des Landes:Von 1991 bis 2006 hat das Land Brandenburg im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung 142.000 Wohnungen mit 5,1 Milliarden Euro gefördert. Davon waren 18.000 Wohnungen für selbstgenutztes Wohneigentum. 124.000 Mietwohnungen wurden modernisiert, teilweise alten- und behindertengerecht.Seit 2007 hat das Infrastrukturministerium die Wohnraumförderung neu ausgerichtet. Es erfolgt eine Konzentration auf die Innenstädte mit dem Schwerpunkt generationsgerechtes Wohnen. Hierfür wurden bisher für 2.000 Wohnungen 19,5 Millionen Euro bewilligt. Davon fließen rund 6,5 Millionen Euro in die Nachrüstung von Aufzügen.Ergänzt wird die soziale Wohnraumförderung durch die Programme der nationalen Städtebauförderung des Landes und Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 1990 flossen in Brandenburger Städte rund 2,5 Milliarden Euro an Landes-, Bundes- und EU-Mitteln, einschließlich des Anteils der Kommunen sind dies rund 3,3 Milliarden.So trägt das Land dazu bei, dass Modernisierungsinvestitionen der Unternehmen in ihre Wohnungsbestände auch für sozial Schwache sowie für alle Altersgruppen und Lebenslagen bezahlbar bleiben.