PRESSEMAPPE: QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"

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Preisträgerin im Dezember: Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU)Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter Landesgeschäftsstelle PotsdamMinisterium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR)Jürgen Schweinberger, AbteilungsleiterIM ÜBERBLICK Presseinformation: Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" geht im Dezember nach Frankfurt (Oder) Projekt: "Wohngemeinschaft für an Demenz erkrankte Menschen" Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft""GEWOHNT GUT" GEHT IM DEZEBER NACH FRANKFURT (ODER)Die Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH ist am 17. Dezember mit dem Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" ausgezeichnet worden. Sie erhält den Preis für ihr Projekt "Wohngemeinschaft für an Demenz erkrankte Menschen". Im Zuge einer grundlegenden Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles Bahnhofstraße / Heilbronner Straße wurden Wohnungen barrierefrei umgebaut und acht Plätze für an Demenz erkrankte Menschen geschaffen. Rund um die Uhr betreut werden können sie dank einer Kooperation mit dem ASB. "Die Sanierung eines städtebaulich wichtigen Gebietes ist hier beispielhaft mit der Schaffung von Wohnangeboten für an Demenz Erkrankte verbunden worden", begründete Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU-Landesgeschäftsstelle Potsdam, die Auszeichnung. In unmittelbarer Bahnhofsnähe gelegen, seien die sanierten Wohnhäuser nicht nur ein Aushängeschild für die Stadt. "Außerdem wurde es nicht in Frankfurt lebenden Angehörigen erleichtert, ihre Verwandten zu besuchen." Reinhold Dellmann, Minister für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg, gratulierte zu der Auszeichnung. "Die Wohnungswirtschaft Frankfurt GmbH hat sich mit dem barrierefreien Umbau und der Sanierung der Wohnungen auf den demografischen Wandel eingestellt." Mit der Sanierung des denkmalgeschützten Wohngebiets Bahnhofstraße habe das Unternehmen zudem seine enge Verbundenheit mit der Stadt unter Beweis gestellt. "Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung", so Ronald Schürg, Geschäftsführer der Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH. Wegen des guten Erfolgs der Wohngemeinschaft denke man über eine Erweiterung des Angebots nach. Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) und dem Infrastrukturministerium an ein märkisches Wohnungsunternehmen vergeben. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Stadterneuerung und Stadtumbau umfassen mehr als den Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, sondern auch die Aufwertung bestehender innerstädtischer Wohnquartiere. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury aus Vertretern von BBU und Infrastrukturministerium. Das Infrastrukturministerium hat die Schirmherrschaft übernommen. "WOHNGEMEINSCHAFT FÜR AN DEMENZ ERKRANKTE MENSCHEN" – NUTZEN FÜR MENSCH UND STADT In unmittelbarer Bahnhofsnähe gelegen, ist das denkmalgeschützte Wohngebiet um die Heilbronner Straße heute eines der Aushängeschilder Frankfurts (Oder). "Dass eben hier Wohnraum für an Demenz Erkrankte geschaffen worden ist, lässt diese Menschen am Leben der Gemeinschaft teilhaben", so Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU-Landesgeschäftsstelle Potsdam. "Durch die Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles hat sich die Wohnungswirtschaft Frankfurt GmbH um die Erhaltung der Identität der Stadt verdient gemacht", hob Infrastrukturminister Reinhold Dellmann hervor. Auf zwei miteinander verbundenen Etagen können im Gebäude in der Heilbronner Straße 11-14 acht an Demenz erkrankte Menschen in Einzelzimmern wohnen. Dazu gibt es einen größeren und einen kleineren Aufenthaltsbereich. Die Sanitärräume wurden den Bedürfnissen der Bewohner entsprechend gestaltet. Hofseitig befindet sich eine kleine Terrasse. "Uns war wichtig, dass unsere Mieter einen geschützten Bereich haben, wo sie ungestört entspannen können", so Wohnungswirtschaft-Geschäftsführer Ronald Schürg. Im Obergeschoss des Objektes wurden die Grundrisse von vier Wohnungen verändert bzw. zusammengelegt. Die einzelnen Wohnebenen sind über eine innen liegende Treppe miteinander verbunden. Wohn- und Gemeinschaftsräume sind barrierefrei gestaltet. Der Aufenthaltsbereich im Erdgeschoss ist hofseitig mit raumhohen Fenstern ausgestattet worden. "So ist auch dieser Bereich hell und ansprechend. Unsere Mieter halten sich hier gerne auf", so Schürg. Eine umfassende Betreuung der Mieter wird durch eine Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gesichert. Durch die Organisation und Koordination von Unterstützung und Betreuung der an Demenz Erkrankten soll diesen ermöglicht werden, ihr Leben so weit wie gestaltbar eigenständig und aktiv zu führen. Die Investitionssumme betrug insgesamt rund 300.000 Euro. Die Finanzierung erfolgte zu gut 20 Prozent aus Eigenmitteln, zu knapp 60 Prozent aus einem ILB-Darlehen und zu 20 Prozent aus Fördermitteln für die Stadterneuerung. Das Projekt wurde im Januar 2008 fertig gestellt und ist voll vermietet. DAS QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"Stadterneuerung und Stadtumbau sind viel mehr als nur der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, sondern auch die Aufwertung bestehender Wohnquartiere und die Anpassung der sozialen, kulturellen und Bildungsinfrastruktur an den demografischen Wandel. Durch gute Wohnbedingungen und Funktionsstärkung der Innenstädte wird dafür gesorgt, dass die Menschen gerne in ihren Heimatregionen und Wirtschaftsunternehmen am Standort verbleiben oder sich neu ansiedeln. Jeden Monat zeichnen Infrastrukturministerium und BBU ein Projekt aus, das diesen Zielen in besonderer Weise gerecht wird. Es erhält das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft".Auszeichnung für beispielhafte ProjekteDas Qualitätssiegel geht an brandenburgische Wohnungsunternehmen, deren Wohnungsbestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Das gilt insbesondere für das Wohnen im Alter und bei Behinderung ebenso wie für familiengerechtes Wohnen oder den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien.Mit dem Qualitätssiegel sollen beispielhafte Projekte von Wohnungsunternehmen zur Aufwertung der brandenburgischen Innenstädte gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Zudem werden Standards definiert. Nur Projekte, die einem strengen Kriterienkatalog genügen, erhalten die Auszeichnung. Geprüft werden dabei beispielsweise der soziale Nutzen für die Mieter und für die Stadt sowie die Zukunftsfähigkeit der Projekte. Über die Preiswürdigkeit entscheidet eine Jury aus Vertretern von BBU und Infrastrukturministerium, unter dessen Schirmherrschaft das Qualitätssiegel steht.Mit Aufwertungsmaßnahmen wie der Anpassung von Grundrissen, dem Einbau von Aufzügen oder der Entwicklung von wohnbegleitenden Dienstleistungen haben viele Wohnungsunternehmen schon frühzeitig auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg reagiert und attraktiven Wohnraum für Familien und ältere Menschen geschaffen.Erneuerung, Abriss und Aufwertung: Verschiedene Seiten einer MedailleIm Mittelpunkt der Stadterneuerung steht die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte. Im Rahmen des Stadtumbaus werden der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigten Wohnraums und Aufwertung der bestehenden Wohnungsbestände daher gleichzeitig vorangetrieben.Eigeninvestitionen und LandesförderungIm Rahmen des Stadtumbaus hat das Infrastrukturministerium den Abriss von rund 42.000 Wohnungen mit rund 270 Millionen Euro (Bund-/Ländermittel) gefördert. Die Leerstandsquote konnte so landesweit von 13,1 Prozent auf 11,5 Prozent abgesenkt werden. Die BBU-Mitgliedsunternehmen haben bislang knapp 37.000 Wohnungen abgerissen und so einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Stadtumbaus geleistet. Zudem haben die brandenburgischen Wohnungsunternehmen seit 1991 mehr als 5,9 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert.Unterstützt werden diese Beiträge durch öffentliche Förderprogramme des Landes:Von 1991 bis 2006 hat das Land Brandenburg im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung 142.000 Wohnungen mit 5,1 Milliarden Euro gefördert. Davon waren 18.000 Wohnungen für selbstgenutztes Wohneigentum. 124.000 Mietwohnungen wurden modernisiert, teilweise alten- und behindertengerecht.Seit 2007 hat das Infrastrukturministerium die Wohnraumförderung neu ausgerichtet. Es erfolgt eine Konzentration auf die Innenstädte mit dem Schwerpunkt generationsgerechtes Wohnen. Hierfür wurden bisher für 2.000 Wohnungen 19,5 Millionen Euro bewilligt. Davon fließen rund 6,5 Millionen Euro in die Nachrüstung von Aufzügen.Ergänzt wird die soziale Wohnraumförderung durch die Programme der nationalen Städtebauförderung des Landes und Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 1990 flossen in Brandenburger Städte rund 2,5 Milliarden Euro an Landes-, Bundes- und EU-Mitteln, einschließlich des Anteils der Kommunen sind dies rund 3,3 Milliarden.So trägt das Land dazu bei, dass Modernisierungsinvestitionen der Unternehmen in ihre Wohnungsbestände auch für sozial Schwache sowie für alle Altersgruppen und Lebenslagen bezahlbar bleiben. 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