Sicheres Seniorenwohnen - Preisträgerin: Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft eG
Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU)Maren Kern, Mitglied des VorstandesMinisterium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL)Jörg Vogelsänger, MinisterIM ÜBERBLICK Qualitätssiegel "Gewohnt gut – fit für die Zukunft" geht im Dezember nach Eisenhüttenstadt Gut umsorgt: Das Projekt "Sicheres Seniorenwohnen" Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – fit für die Zukunft""GEWOHNT GUT" GEHT IM DEZEMBER NACH EISENHÜTTENSTADTZum Jahresende wird in Eisenhüttenstadt ein besonders vorausschauendes Projekt mit dem Qualitätssiegel "Gewohnt gut – fit für die Zukunft" ausgezeichnet. In der Herderstraße 12 gestaltete die Wohnungsbaugenossenschaft Eisenhüttenstadt eG einen in die Jahre gekommenen Plattenbau zu innovativen Seniorenwohnungen um. Damit geht das Qualitätssiegel schon zum zweiten Mal an die Genossenschaft. "Bei diesem Projekt geht städtebaulicher Nutzen mit sozialem Nutzen Hand in Hand: Ein straßenbildprägendes Wohnhaus wurde aufgewertet, während gleichzeitig die Voraussetzungen für selbstbestimmtes Seniorenwohnen geschaffen wurden. Dieser erfolgreiche Zweiklang ist wegweisend.", begründete Maren Kern, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), die Auszeichnung. Jörg Vogelsänger, Brandenburgs Bauminister und Schirmherr der Branchenaktion "Gewohnt gut – fit für die Zukunft": "Der demografische Wandel erfordert vom Land, den Kommunen und Wohnungsunternehmen kreative Ideen für generationsgerechtes Wohnen. Brandenburgs genossenschaftliche und kommunale Wohnungsunternehmen sind starke und verlässliche Stützen der Stadterneuerung und des Stadtumbaus. Ihr vielfältiges Engagement für Städte und Menschen ist ein großer Gewinn für das Land. Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut" will die erfolgreichen Projekte auszeichnen, bekannt machen und zur Nachahmung anregen." Verena Rühr-Bach, Vorstandsvorsitzende der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft eG: "Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie bestätigt uns in unserem Einsatz für die weitere positive Entwicklung von Eisenhüttenstadt. Uns ist wichtig, dass die Menschen gerne bei uns wohnen." Bei dem Projekt handelt es sich um die grundlegende Umgestaltung eines Plattenbaus. Durch umfassende Umbaumaßnahmen entstanden hier gezielt auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnittene Wohnungen. Das QualitätssiegelDas Qualitätssiegel "Gewohnt gut – fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Städtebauminister Jörg Vogelsänger. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Für die Wohnungsunternehmen sind auch Stadterneuerung und Aufwertung zentrale Bestandteile des Stadtumbauprozesses. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die neben dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) aus Vertretern der Arbeitsgemeinschaft "Innenstadtforum Brandenburg", dem Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) sowie dem MIL besteht. GUT UMSORGT: DAS PROJEKT "SICHERES SENIORENWOHNEN" In der Herderstraße 12 dreht sich alles um die speziellen Wohnbedürfnisse von Senioren. Bei der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft eG (EWG) können die Menschen eigenverantwortlich und trotzdem sicher wohnen. Möglich wurde das durch Investitionen in Höhe von gut 1,6 Millionen Euro. "Die Umbauarbeiten konnten wir vollständig aus Eigenmitteln finanzieren. Darauf sind wir besonders stolz", so EWG-Vorstandsvorsitzende Verena Rühr-Bach. Die Umgestaltung des 1989 errichteten Plattenbaus war sehr aufwändig. Die Zahlen sprechen für sich: Aus zuvor gut 60 Einraumwohnungen auf sechs Etagen wurden nach Abschluss der Arbeiten 18 Wohnungen auf nur noch fünf Etagen. Rückbau, Umbau, AnbauDas Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Wasser steht dabei exemplarisch für den Dreiklang erfolgreichen Stadtumbaus aus Rückbau, Umbau und Anbau. Zunächst wurden das fünfte und Teile des vierten Obergeschosses abgetragen. Im Anschluss erfolgten umfangreiche Entkernungen des Gebäudes und eine grundlegende Umgestaltung der Grundrisse. Den Abschluss bildete der Neuanbau von modernen Balkonen und eines Aufzuges. "Abriss und Aufwertung sind hier innerhalb eines Objekts verwirklicht worden. Damit ist dieses Gebäude ein echtes Produkt des Stadtumbaus", erläutert Rühr-Bach. Durchdachte Sicherheit bis ins Detail"Bei Gestaltung und Ausstattung haben wir unsere Erfahrung mit seniorengerechtem Wohnen gut nutzen können", beschreibt Rühr-Bach. Dabei sind es vor allem auch die Details, die den Senioren ein Gefühl von umsorgter Sicherheit geben und damit so lange wie möglich ein Wohnen in Selbständigkeit ermöglichen: Beispielsweise eine Video-Gegensprechanlage, eine Einzelraumtemperaturregelung oder die konsequente Beseitigung von Schwellen in der Wohnung. Auch die eigens für die Gäste der Bewohner eingerichtete Gästewohnung wird sehr geschätzt.Für den Service im Haus sorgt ein ortsansässiger Pflegedienst, dem im Gebäude auch ein Betreuungsraum zur Verfügung gestellt wurde. Für gute Nachbarschaft und Begleitung sorgt eine von der EWG betriebene Begegnungsstätte – komplett mit Küche und Terrasse. Und um das Wohnen in der Herderstraße 12 noch komfortabler zu machen, sind die Wege kurz: Im Erdgeschoss gibt es u. a. einen Frisör- und einen Kosmetikladen. Rühr-Bach: "Unser betreutes Wohnen wird gerne angenommen. Wir als Genossenschaft setzen damit nicht nur auf ein wachsendes Marktsegment, sondern vor allem auch auf die umfassende und lebenslange Verwirklichung genossenschaftlicher Ideale." DAS QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"Für Brandenburgs Wohnungsunternehmen sind Stadterneuerung und Aufwertung ihrer Wohnungsbestände wesentliche Bestandteile des Stadtumbauprozesses. Mit der Anpassung der sozialen, kulturellen und Bildungsinfrastruktur passen sie sich an den demografischen Wandel an. Durch gute Wohnbedingungen und Funktionsstärkung der Innenstädte wird dafür gesorgt, dass die Menschen gerne in ihren Heimatregionen und Wirtschaftsunternehmen am Standort verbleiben oder sich neu ansiedeln. Jeden Monat zeichnen BBU und MIL ein Projekt aus, das diesen Zielen in besonderer Weise gerecht wird. Es erhält das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – fit für die Zukunft".Auszeichnung für beispielhafte ProjekteDas Qualitätssiegel geht an brandenburgische Wohnungsunternehmen, deren Wohnungsbestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Das gilt insbesondere für das Wohnen im Alter und bei Behinderung ebenso wie für familiengerechtes Wohnen oder den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien.Mit dem Qualitätssiegel sollen beispielhafte Projekte von Wohnungsunternehmen zur Aufwertung der brandenburgischen Innenstädte gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Zudem werden Standards definiert. Nur Projekte, die einem strengen Kriterienkatalog genügen, erhalten die Auszeichnung. Geprüft werden dabei beispielsweise der soziale Nutzen für die Mieter und für die Stadt sowie die Zukunftsfähigkeit der Projekte. Mit Aufwertungsmaßnahmen wie der Anpassung von Grundrissen, dem Einbau von Aufzügen oder der Entwicklung von wohnbegleitenden Dienstleistungen haben viele Wohnungsunternehmen schon frühzeitig auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg reagiert und attraktiven Wohnraum für Familien und ältere Menschen geschaffen.Abriss und Aufwertung: Zwei Seiten einer MedailleIm Mittelpunkt der Stadterneuerung steht die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte. Im Rahmen des Stadtumbaus werden der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigten Wohnraums und die Aufwertung der bestehenden Wohnungsbestände daher gleichzeitig vorangetrieben.Eigeninvestitionen und LandesförderungIm Rahmen des Stadtumbaus hat das MIL bisher den Abriss von rund 48.000 Wohnungen gefördert. Die Leerstandsquote konnte so landesweit von 13,1 Prozent auf 8,5 Prozent abgesenkt werden. Die BBU-Mitgliedsunternehmen haben bislang knapp 40.000 Wohnungen abgerissen und so einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Stadtumbaus geleistet. Zudem haben die brandenburgischen Wohnungsunternehmen seit 1991 mehr als sechs Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert. Unterstützt werden diese Beiträge durch öffentliche Förderprogramme des Landes:Seit 2007 hat das MIL die Wohnraumförderung neu ausgerichtet. Es erfolgt eine Konzentration auf die Innenstädte mit dem Schwerpunkt generationsgerechtes Wohnen. Hierfür wurden bisher für 7.935 Wohnungen ca. 92 Millionen Euro bewilligt. Davon flossen rund 27 Millionen Euro in die Nachrüstung von Aufzügen.Ergänzt wird die soziale Wohnraumförderung durch die Programme der nationalen Städtebauförderung des Landes und Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 1990 flossen in Brandenburger Städte rund 3 Milliarden Euro.So trägt das Land dazu bei, dass Modernisierungsinvestitionen der Unternehmen in ihre Wohnungsbestände auch für sozial Schwache sowie für alle Altersgruppen und Lebenslagen bezahlbar bleiben.
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