"Bechsteins" - Preisträgerin: Wohnungsgesellschaft Erkner mbH
Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU)Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU-Landesgeschäftsstelle PotsdamMinisterium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MIL)Jürgen Schweinberger, AbteilungsleiterIM ÜBERBLICK Qualitätssiegel "Gewohnt gut – fit für die Zukunft" geht im Juli nach Erkner Ankerpunkt in der Innenstadt: Das "Bechsteins" Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – fit für die Zukunft""GEWOHNT GUT" GEHT IM JULI NACH ERKNERIm Juli zeigt die Auszeichnung mit "Gewohnt gut – fit für die Zukunft" die ganze Spannweite des Engagements von Wohnungsunternehmen für die Stadt und ihre Entwicklung. Denn: Mit dem innovativen Projekt "Bechsteins" hat die Wohnungsgesellschaft Erkner mbH einen Anker für eine attraktive Innenstadt in Erkner gesetzt."Die Wohnungsgesellschaft Erkner hat mit diesem Neubau einen starken positiven Akzent für die Haupteinkaufsstraße in Erkner gesetzt. Ein zentraler Punkt der Stadt wurde damit aufgewertet und kraftvolle Impulse für die weitere gute Entwicklung Erkners gegeben", so Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU-Landesgeschäftsstelle Potsdam, für die "Gewohnt gut"- Jury.Brandenburgs Abteilungsleiter für Stadtentwicklung und Wohnen Jürgen Schweinberger "Ich gratuliere der Wohnungsgesellschaft Erkner herzlich zu dieser sehr verdienten Auszeichnung. Das Projekt zeigt, dass Brandenburgs Wohnungsunternehmen für ihre Städte viel mehr leisten als nur die Versorgung mit gutem Wohnraum zu günstigen Mieten. Dieses Engagement für die Städte und ihre Menschen ist vorbildlich und zeigt die Bereitschaft der Wohnungswirtschaft, Verantwortung zur nachhaltigen Quartiersentwicklung zu übernehmen."Achim Wegeleben, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Erkner mbH: "Diese Auszeichnung ist für uns ein Ansporn, uns weiterhin mit aller Kraft für die Stadtentwicklung Erkners einzusetzen. Dabei wollen wir auch in Zukunft das ein oder andere ungewöhnlichere Projekt durchführen."Mit dem Qualitätssiegel "Gewohnt gut – fit für die Zukunft" geehrt wird der Neubau eines Kaffee- und Restaurantgebäudes in zentraler Lage in Erkner. Auch dank eines an den Umsatz gekoppelten Betreibermodells entstand auf diese Weise an einem Ankerpunkt der Haupteinkaufsstraße das beliebte Café "Bechsteins".Das QualitätssiegelDas Qualitätssiegel "Gewohnt gut – fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Städtebauminister Jörg Vogelsänger.Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Für die Wohnungsunternehmen sind auch Stadterneuerung und Aufwertung zentrale Bestandteile des Stadtumbauprozesses. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die neben dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) aus Vertretern der Arbeitsgemeinschaft "Innenstadtforum Brandenburg", dem Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) sowie dem MIL besteht. ANKERPUNKT IN DER INNENSTADT: DAS "BECHSTEINS"Mit Investitionen von 2,3 Millionen Euro wurde aus einer städtebaulich problematischen Fläche in der Innenstadt ein Vorzeigeprojekt. Ein eigens für gastronomische Bedürfnisse konzipierter Neubau wurde zur Heimat des "Bechsteins" – Café, Bar und Restaurant."Uns ist daran gelegen, mit diesem Projekt die Innenstadt nachhaltig zu stärken", unterstreicht Achim Wegeleben, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Erkner mbH. Deshalb wurde ein besonders bewährtes Betreibermodell gewählt: Die Miethöhe ist an den Umsatz gekoppelt. Wegeleben: "So wird der Mieter nicht überfordert, und wir profitieren von dem guten Erfolg des ‚Bechsteins’."Neubau auf engstem RaumAuf dem Grundstück stand früher das Haus eines bekannten Malers. "Das Gebäude war marode und musste abgerissen werden", erläutert Wegeleben. Um auf diesem Grundstück als Entree zur Innenstadt eine Brache oder eine nicht innenstadtgerechte Nutzung zu verhindern, kaufte es die Wohnungsgesellschaft.Der Bau eines Gebäudes für anspruchsvolle gastronomische Bedürfnisse auf dem vergleichsweise kleinen Grundstück war eine echte Herausforderung: "Der Platz musste optimal ausgenutzt werden, um hier Gasträume, Küche, Veranstaltungsfläche, Terrasse und Parkplätze unterbringen zu können", beschreibt Wegeleben.Einmalig in ErknerDurch Kauf und Eigenbebauung des Grundstücks konnte die Wohnungsgesellschaft Erkner eine städtebauliche Gesamtlösung sicherstellen. Das ist aber noch nicht alles: "Mit dem Neubau konnten wir eine Angebotslücke in Erkner schließen. So ein vielseitiges Lokal gab es bis dahin noch nicht in der Stadt", so Wegeleben.Bei der Gestaltung der Innenräume wurde besonderer Wert auf flexible Nutzungsmöglichkeiten gelegt. Der Erfolg gibt dem Einsatz Recht: Das Lokal erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit.Symbiose aus Alt und NeuDas Grundstück ist ein Ort kultureller Begegnung geblieben. Gegenüber des Gerd-Hauptmann-Museums sowie in unmittelbarer Nähe zur Haupteinkaufsstraße gelegen, ist die gastronomische Nutzung eine ideale Ergänzung des Stadtangebots.Das gilt auch für die Gestaltung der Innenräume. Während Bildschirme als Gestaltungselemente ein modernes Flair verbreiten, sind auf zahlreichen Bildern Ansichten des alten Erkner zu sehen. Wegeleben: "Eine sehr gelungene gestalterische Symbiose von Alt und Neu."DAS QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"Für Brandenburgs Wohnungsunternehmen sind Stadterneuerung und Aufwertung ihrer Wohnungsbestände wesentliche Bestandteile des Stadtumbauprozesses. Mit der Anpassung der sozialen, kulturellen und Bildungsinfrastruktur passen sie sich an den demografischen Wandel an.Durch gute Wohnbedingungen und Funktionsstärkung der Innenstädte wird dafür gesorgt, dass die Menschen gerne in ihren Heimatregionen und Wirtschaftsunternehmen am Standort verbleiben oder sich neu ansiedeln. Jeden Monat zeichnen BBU und MIL ein Projekt aus, das diesen Zielen in besonderer Weise gerecht wird. Es erhält das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft".Auszeichnung für beispielhafte ProjekteDas Qualitätssiegel geht an brandenburgische Wohnungsunternehmen, deren Wohnungsbestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Das gilt insbesondere für das Wohnen im Alter und bei Behinderung ebenso wie für familiengerechtes Wohnen oder den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien.Mit dem Qualitätssiegel sollen beispielhafte Projekte von Wohnungsunternehmen zur Aufwertung der brandenburgischen Innenstädte gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Zudem werden Standards definiert. Nur Projekte, die einem strengen Kriterienkatalog genügen, erhalten die Auszeichnung. Geprüft werden dabei beispielsweise der soziale Nutzen für die Mieter und für die Stadt sowie die Zukunftsfähigkeit der Projekte.Mit Aufwertungsmaßnahmen wie der Anpassung von Grundrissen, dem Einbau von Aufzügen oder der Entwicklung von wohnbegleitenden Dienstleistungen haben viele Wohnungsunternehmen schon frühzeitig auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg reagiert und attraktiven Wohnraum für Familien und ältere Menschen geschaffen.Abriss und Aufwertung: Zwei Seiten einer MedailleIm Mittelpunkt der Stadterneuerung steht die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte. Im Rahmen des Stadtumbaus werden der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigten Wohnraums und Aufwertung der bestehenden Wohnungsbestände daher gleichzeitig vorangetrieben.Eigeninvestitionen und LandesförderungIm Rahmen des Stadtumbaus hat das MIL bisher den Abriss von rund 48.000 Wohnungen gefördert. Die Leerstandsquote konnte so landesweit von 13,1 Prozent auf 8,5 Prozent abgesenkt werden. Die BBU-Mitgliedsunternehmen haben bislang knapp 40.000 Wohnungen abgerissen und so einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Stadtumbaus geleistet. Zudem haben die brandenburgischen Wohnungsunternehmen seit 1991 mehr als sechs Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert.Unterstützt werden diese Beiträge durch öffentliche Förderprogramme des Landes:Seit 2007 hat das MIL die Wohnraumförderung neu ausgerichtet. Es erfolgt eine Konzentration auf die Innenstädte mit dem Schwerpunkt generationsgerechtes Wohnen. Hierfür wurden bisher für 7.935 Wohnungen ca. 92 Millionen Euro bewilligt. Davon flossen rund 27 Millionen Euro in die Nachrüstung von Aufzügen.Ergänzt wird die soziale Wohnraumförderung durch die Programme der nationalen Städtebauförderung des Landes und Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 1990 flossen in Brandenburger Städte rund 3 Milliarden Euro.So trägt das Land dazu bei, dass Modernisierungsinvestitionen der Unternehmen in ihre Wohnungsbestände auch für sozial Schwache sowie für alle Altersgruppen und Lebenslagen bezahlbar bleiben.
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