PREMIERE UND T-ONLINE ÜBERTRAGEN BUNDESLIGA-FUSSBALL LIVE ÜBER TELEFONNETZE

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Der Münchener Abo-Sender Premiere wird über die Telefonnetze der Deutschen Telekom (DTAG) künftig alle Spiele der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga live zeigen. Die DTAG habe entsprechende Sublizenzrechte für TV-Übertragungen im Internet Protokoll (IP) Standard an Premiere vergeben, teilten beide Unternehmen mit. Das Premiere-Angebot soll Bestandteil der von T-Online geplanten TV-Dachmarke "T-Home" werden. Die Vereinbarung umfasst die Spielzeiten 2006/2007, 2007/2008 und 2008/2009. Über die Bundesliga hinaus soll auch das Premiere-Gesamtprogramm ab Sommer als IPTV-Angebot unter " T-Home" zu sehen sein. Die Pläne sehen auch die Verbreitung von Programmen im hochauflösenden Standard HDTV (High Definition Television) vor. Für den Empfang der TV-Programme über Telefonkabel und TV-Gerät ist ein spezieller IPTV-Receiver notwendig. Dr. Georg Kofler, Vorstandsvorsitzender der Premiere AG, betonte, dass IPTV eine interessante Alternative zum konventionellen Fernsehempfang über Satellit oder TV-Kabel darstelle, mit der auch neue Zielgruppen erreichbar wären. Er gehe davon aus, dass 50 Prozent der heutigen Premiere-Haushalte bereits über einen DSL-Anschluss – mehr als doppelt so viele wie im Schnitt der Bevölkerung - verfügten. Die Abrechnung der Bezahlangebote soll über die Telefonrechnung erfolgen. Preise und weitere Einzelheiten sollen später veröffentlicht werden.Hingegen bezeichnet die Arena Sport Rechte und Marketing GmbH als Inhaber der Fernsehrechte an der Profiliga ab August die Ankündigung als "viel Lärm um Nichts". Die für eine hohe Qualität notwendigen VDSL-Netze (VDSL - Very High Data Subscriber Line) seien noch sehr wenig verbreitet. Gleichzeitig droht sie der DTAG und Premiere mit rechtlichen Konsequenzen, falls diese ihren Kunden in der kommenden Saison die Bundesliga zusätzlich über Kabel und Satellit zeigen und damit die exklusiven Rechte der Arena tangieren. Premiere hatte dagegen wiederholt behauptet, dass in der Ausschreibung der Bundesliga-Rechte Übertragungen über das Internet-Protokoll via Satellit und Kabel explizit vorgesehen seien. Nach Medienberichten erwägt Arena zudem eine Beschwerde in Brüssel, da, so die Argumentation, in der Kombination der DTAG mit dem bislang marktbeherrschenden Bezahlfernsehanbieter Premiere ein mächtiges Oligopol entstehe, das andere Marktteilnehmer "nach Belieben" diskriminieren könne.