„Preise wie zu alten Zeiten“

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Unter dieser Überschrift berichtete jüngst die Märkische Allgemeine Zeitung über den Potsdamer Genossenschaftstag und betonte dabei die besondere Bedeutung der Genossenschaften für das günstige Wohnen in der Landeshauptstadt.

Es verwundere nicht, dass Wohnungsgenossenschaften, die Mietpreise deutlich unter dem örtlichen Durchschnitt ermöglichten, bei den Potsdamern begehrt seien. Zum Teil müssten Interessenten einige Jahre warten, um zu diesen günstigen Preisen wohnen zu können. Mehr als 16.000 Wohnungen werden in Potsdam von Genossenschaften angeboten, das entspricht einem Marktanteil von rund 20 Prozent. „Wir sind verbraucherorientiert und durch unser Angebot auch eine Mietpreisbremse“, so Bodo Jablonowski, Vorstandsmitglied der Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ Potsdam eG.

Um neuen Wohnraum zu schaffen, muss nicht immer komplett neu gebaut werden. Wie Jablonowski erläuterte, werden im Stadtteil „Schlaatz“ auf 6-geschossigen Plattenbauten einfach noch Etagen draufgesetzt. Diese Gebäude seien in ihrer ursprünglichen Planung als 7- oder 8-Stöcker vorgesehen gewesen, aus Kostengründen dann jedoch nicht mehr weiter gebaut worden. In anderen Plattenbauten könnten künftig zwei kleinere zu einer größeren Wohnung zusammengelegt werden. Für diese sei der Bedarf in der kinderreichen Stadt sehr groß.

Bei anderen Genossenschaften ist die Sanierung des Bestandes ein stetiges Thema. So müssen bei der Wohnungsbaugenossenschaft „Daheim“ eG, Potsdams ältester und kleinster Genossenschaften, Gebäude nach Vorgaben des Denkmalschutzes saniert werden. Das sei natürlich viel aufwendiger, als einen Plattenbau zu modernisieren, erläuterte Christian Pannwitz, Vorstand der WBG Daheim. Auch die Angebote dieser Genossenschaft klängen wie vor Jahrzehnten: Im Schnitt kostet ein Quadratmeter bei ihr 4,40 Euro.