Kein Verständnis für die Erhöhung der Preise für Fernwärme und Hausstrom durch ihren Energieversorger EWP haben die großen Mitgliedsunternehmen des BBU in Potsdam gezeigt. Zusammen mit einigen unabhängigen Vermietern legten sie bei EWP Widerspruch gegen die Erhöhung ein. Dies berichteten jüngst die Potsdamer Neuesten Nachrichten.
Durch die Erhöhung müssen die Potsdamer ab 2007 mit höheren Nebenkosten rechnen. Besonders stark wirke sich der Preisanstieg von 20 Prozent bei den Fernwärmekosten aus, berichtet die Zeitung, ebenso beim Hausstrom, dessen Preis sich teilweise um 60 Prozent erhöhen solle. Auch die kommunale Wohnungsgesellschaft Pro Potsdam GmbH verhandle derzeit mit der EWP über die Energielieferung. Noch habe man kein Ergebnis, so ein Sprecher des Unternehmens. Allerdings halte man die Preisentwicklung bei den Betriebskosten für sozial bedenklich, vor allem vor dem Hintergrund, dass sich die Haushalte mit niedrigem Einkommen in Potsdam stark erhöht hätten. Es gäbe momentan kaum noch Sparpotenziale bei den betroffenen Mietern. Sie könnten die höheren Zahlungen für die Nebenkosten nur unter größter Anstrengung aufbringen.Nach Angaben der EWP ist die Preiserhöhung lediglich eine Weitergabe der Kostenerhöhung ihres Gaslieferanten Verbundnetz-AG. Angesichts dessen fordern die betroffenen Wohnungsunternehmen, dass für die Zukunft nach neuen Alternativen gesucht werden müsse, um die Preisspirale der weltweit steigenden Energiepreise für herkömmliche Energiequellen zu stoppen.