POTSDAMER WOHNUNGSFIRMEN SPRECHEN SICH GEGEN BIOTONNEN AUS

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Die im Arbeitskreis "Stadtspuren" zusammen geschlossenen Potsdamer Wohnungsunternehmen haben sich gegen die Einführung der Biotonne ausgesprochen, die von der Stadtverwaltung momentan geprüft wird. Für ihre Stellungnahme hätten sich der Bauverein Babelsberg, die GEWOBA, die PWG 1956, die WG "Karl Marx" und die WBG "1903" eingehend mit dem Vorhaben befasst und es unter den Gesichtspunkten Kosten, Realisierbarkeit und Ökologie bewertet, teilten sie in einer Presse-Erklärung mit. Dabei seien sie zu dem Schluss gekommen, dass die Einführung von Biotonnen unter den derzeitigen Bedingungen nicht  zu vertreten sei.Die bestehenden Müllstandsflächen hätten erst vor kurzem mit hohem Aufwand erweitert werden müssen, um zusätzlich die Papiercontainer und die Sammelbehälter für die Wertstoffe aufzunehmen, heißt es dort. Dies war notwendig geworden, weil die Behälter im öffentlichen Raum durch die Umstellung von der zentralen auf die dezentrale Entsorgung wegfielen. Aufgrund der oft begrenzten Grundstücksverhältnisse und der bereits vollständig ausgelasteten Müllstandsflächen sei durch die zusätzliche Aufstellung einer Biotonne erneut mit erheblichen Kosten zu rechnen. Darüber hinaus seien im täglichen Betrieb der Biotonne Belästigungen durch Geruch und Ungeziefer zu erwarten. Dem könne nur durch einen kurzen Entleerungsrhythmus und durch regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Behälter vorgebeugt werden. Dies würde jedoch erhöhte Unterhaltskosten nach sich ziehen, die von den Mietern zu tragen wären.Die Stadtverwaltung selbst hatte in ihrer Anfrage auf zusätzliche Kosten für die Herstellung der Standplätze und für den Betrieb hingewiesen. Da sich die Betriebskosten seit einiger Zeit in einer bedenklichen Aufwärtsbewegung befänden, seien neue Belastungen für die Mieter durch die Einführung der Biotonne derzeit nicht vertretbar, so der Arbeitskreis. Der Kostenaspekt stelle zudem den Sinn der Biotonne in Frage, sollte diese doch dazu dienen, das Restmüllaufkommen zu reduzieren und dadurch Kosten zu senken.Der mögliche ökologische Nutzen sollte dem technischen und wirtschaftlichen Aufwand gegenübergestellt werden, um zu prüfen, ob die Biotonne zu einer Entlastung der Umwelt führt.