POTSDAM STARTET PROJEKT "GRAFFITIFREIE STADT - SAUBERES POTSDAM"

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Mit dem Projekt, das am 15. August starten soll, will die Landeshauptstadt ihre Attraktivität für Bürger wie Touristen maßgeblich verbessern. Es umfasst ein dreistufiges Konzept von der systematischen Erfassung der vorhandenen Graffiti bis zur Präventionsarbeit an Potsdamer Schulen. Das als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für sieben langzeitarbeitslose Menschen angelegte Projekt soll insgesamt 10 Monate dauern. Von der Potsdamer Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung für Arbeitssuchende werden 88.000 Euro u.a. für die anfallenden Lohnkosten zur Verfügung gestellt. Die LASA Brandenburg GmbH beteiligt sich voraussichtlich mit 21.000 Euro, die Landeshauptstadt stellt u.a. für die Errichtung und Pflege der Datenbank ca. 7.000 Euro als Eigenanteil bereit.Zielstellung des Projektes ist es die vorhandenen Graffiti kurzfristig zu erheben und die betroffenen Gebiete zu analysieren,Graffiti und Tags mittelfristig effektiver zu entfernen,die Problematik der Graffiti und Tags in Potsdam langfristig zu minimieren.Aufnahme der Graffiti Mit der ersten Projektstufe wird eine umfassende Registrierung und Darstellung der Entwicklung von Graffiti sowie deren Beseitigung angestrebt. Dabei sollen Erfolgsquoten mittels eines Index angegeben werden, anhand dessen einzelne Straßen bewertet werden können. Geplant ist neben der digitalen Aufnahme und Bewertung einzelner Graffiti die Kontaktaufnahme mit den Eigentümern sowie die Durchführung von Ausschreibungen für die Entfernung im Auftrage der Eigentümer.Eine Datenbank soll zur statistischen Erfassung, zur Eigentümerermittlung und Prioritätensetzung sowie zur Ahndung von Ordnungswidrigkeiten dienen. Der Eigentümer soll durch sie die Möglichkeit zur kompakten Auftragserteilung, Abnahme, Anzeige und Bezahlung bekommen. Die statistische Datenerhebung mittels der Datenbank soll darüber hinaus die Auswertung erleichtern und die Feststellung von Mehrfachtätern und Wiederholungsflächen ermöglichen. Entfernung von Graffiti/Verfolgung der Täter (mittelfristig) - Start im September 2005 Durch das effektive und zeitnahe Entfernen der Graffiti und Tags wird, so zeigt die Erfahrung, dem Täter der Erfolg genommen. Durch den Datenbankeinsatz soll bei bekannten Objekten bereits nach einigen Stunden das Graffiti entfernt werden können. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei sollen Wiederholungsflächen überwacht werden.Die Entfernung der Graffiti soll über Firmen des ersten Arbeitsmarktes laufen, die ab März 2006 durch eine ABM ergänzt werden sollen. Vorgesehen ist sowohl die strafrechtliche Verfolgung der ermittelten Täter durch die Polizei, als auch die zivilrechtliche Anzeige durch den Eigentümer. Geplant ist zudem der Aufbau eines Graffitiregisters.Prävention (langfristig) - Start im Oktober 2005Durch die Präventionsarbeit soll das Problem der Graffiti und Tags langfristig stark minimiert werden. Hierzu sind Aufklärungsprogramme in Schulen, Aktionsprogramme als kreative Alternativangebote sowie, im Rahmen eines Täter-Opfer-Programms, die Bestrafung der Täter durch die Leistung von gemeinnütziger Arbeit vorgesehen.