Bevölkerungswachstum, Durchschnittsalter, Arbeitslosigkeit: In dem seit 1995 jährlich von der städtischen Statistikstelle Potsdams erarbeiteten Vergleich aller deutschen Landeshauptstädte belegte Potsdam auch in diesem Jahr wieder in vielen Bereichen Spitzenplätze, insbesondere unter den ostdeutschen Landeshauptstädten.
Bevölkerungsentwicklung: Immer mehr, immer jüngerSo verzeichnet Potsdam seit zehn Jahren ein stabiles Wachstum der Bevölkerungszahl. Ende 2008 lebten 151.725 Einwohner in der Landeshauptstadt. Damit hatte mit einem Plus von 1,4 Prozent die größte Steigerungsrate aller Hauptstädte. Aktuell leben hier 153.117 Einwohner, also nochmals 1.400 mehr als 2008. Diese Entwicklung wird insbesondere durch die guten demographischen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in Potsdam unterstützt. Acht Landeshauptstädte mussten 2008 Bevölkerungsverluste hinnehmen. Potsdam zählt hinsichtlich des Durchschnittsalters zu den jüngsten Landeshauptstädten. Mit durchschnittlich 41,8 Jahren ist Potsdam nach Mainz (40,8), Kiel (41,3) und München (41,5) die viertjüngste Landeshauptstadt.Potsdams Geburtenrate von 10,3 je 1.000 der Bevölkerung ist nach Dresden (10,9 %) die zweithöchste aller betrachteten Städte. Da die Sterberate mit 8,6 je 1.000 der Bevölkerung die zweitniedrigste ist, hat Potsdam nach München das zweitgrößte natürliche Bevölkerungswachstum. Seit 1994 steigt in Potsdam die Geburtenrate. Damit verbunden ist der stärkste Anstieg des Anteils der Bevölkerung unter zwölf Jahren in allen Landeshauptstädten.Allen Hauptstädten ist gemein, dass seit 1997 der Anteil der Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter bedeutend gestiegen ist, im Osten schneller als im Westen. Bis auf Potsdam (19,6%) haben nun alle ostdeutschen Landeshauptstädte in dieser Altersgruppe einen Anteil, der über 20 Prozent liegt.Arbeit: Viele Pendler, wenig ArbeitsloseSeit 2000 hat Potsdam auch in der außerstädtischen Wanderung (Migration) positive Salden zu verzeichnen. Dieser Trend setzte sich 2008 (10.000 Zuzüge, 8.250 Wegzüge) fort. Der Migrationsgewinn war mit 11,5 bezogen auf 1.000 der Bevölkerung der größte Bevölkerungsgewinn aller Landeshauptstädte. Dagegen hatten Wiesbaden, Mainz, Magdeburg und Schwerin Migrationsverluste. Die Zuzüge nach Potsdam kommen insbesondere aus dem Potsdamer Umland (24 %) und Berlin (21 %).Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Jahr 2007 in allen Landeshauptstädten zum Teil deutlich gesunken. Potsdam hat am Jahresende mit 7,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote aller ostdeutschen Hauptstädte. Im Februar 2010 lag die Quote bei 8,9 Prozent. Nur München, Stuttgart, Mainz, Wiesbaden und Hamburg haben eine geringere Arbeitslosigkeit. Hinsichtlich der kleinsten Quote an Arbeitslosengeld II-Empfängern je 1.000 Personen im erwerbsfähigen Alter nimmt Potsdam sechsten Rang ein vor allen anderen ostdeutschen Landeshauptstädten.In allen Landeshauptstädten außer Schwerin stieg die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten. Potsdam hat mit einer Steigerungsrate von 5,0 Prozent die größte Zunahme. Somit wurden 2008 ca. 73.500 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte registriert. Die Beschäftigungsstruktur wird vom Dienstleistungsgewerbe geprägt. Bei Erziehung und Unterricht sowie bei Kunst, Unterhaltung und Erholung besitzt Potsdam den höchsten Beschäftigtenanteil aller Hauptstädte, bei Information und Kommunikation sowie bei Öffentlicher Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung den zweithöchsten Anteil. Dagegen ist der Beschäftigtenanteil im Verarbeitenden Gewerbe und beim Handel der niedrigste aller Landeshauptstädte.In Potsdam studieren ca. 23.200 Studenten. Ihre Zahl hat im Vergleich zum Vorjahr in Potsdam am zweitstärksten zugenommen. Damit besitzt Potsdam nach Mainz die zweithöchste Zahl an Studierenden je 1.000 Einwohner (153 Studierende pro 1 000 Einwohner).Die Kaufkraftkennziffer (Kaufkraft je Einwohner bezogen auf den Bundesdurchschnitt) ist in fünf Landeshauptstädten gegenüber dem Vorjahr gesunken. In Potsdam stieg sie um einen Prozentpunkt am zweitstärksten.Download des Hauptstadtvergleichswww.potsdam.de | Wahlen & Statistik
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