Das statistische Bundesamt vermeldet mit den aktuellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit vorsichtig optimistische Stimmung. Auch die gute Entwicklung auf den Arbeitsmärkten in Berlin und Brandenburg setzt sich weiter fort.
Im Februar waren in Berlin insgesamt 228.137 Frauen und Männer erwerbslos gemeldet – das sind 51 weniger als im Vormonat und 12.178 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag im Februar mit 13,2 Prozent unverändert zum Vormonat, aber um 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.Im Dezember 2011 waren 1.175.600 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; 33.300 mehr als ein Jahr zuvor. Mit dieser Steigerung von 2,9 Prozent liegt Berlin 0,3 Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl älterer Arbeitsloser – 50 Jahre und älter – um 387 (0,7 Prozent) auf 57.919.Innerhalb Berlins stellt sich die Situation je nach Bezirk unterschiedlich dar: In Neukölln war die Arbeitslosenquote mit 18,4 Prozent (26.100 arbeitslose Personen) am höchsten, gefolgt vom Bezirk Mitte mit einer Quote von 15,1 Prozent (28.732 Einwohner). Die niedrigste Arbeitslosenquote gab es im Februar im Bezirk Treptow-Köpenick mit 10,8 Prozent und insgesamt 12.984 arbeitslosen Männern und Frauen. Steglitz-Zehlendorf hat zwar mit 11.344 erwerbslosen Personen nominal weniger Arbeitslose, ist aber mit einer Quote von 10,9 Prozent knapp an zweiter Stelle. Berlin Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD) sagte dazu: "Beim Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung liegen wir in Berlin weiter vorne. Wir müssen jetzt die Dynamik des Aufschwungs nutzen und unsere Politik darauf ausrichten, dass neue Arbeitsplätze den hiesigen Arbeitslosen noch mehr zu Gute kommen."Leichter Anstieg in Brandenburg – aber insgesamt weniger als im VorjahrIn Brandenburg waren 154.139 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 2.187 mehr als im Vormonat, aber 8.669 weniger als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag mit 11,5 Prozent um 0,1 Punkte über der des Vormonats, aber um 0,7 Punkte unter dem Vorjahreswert.Jedoch gibt es regionale Unterschiede im Flächenland Brandenburg. Potsdam-Stadt und Dahme-Spreewald haben eine Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent und liegen damit unterhalb des Brandenburger Durchschnitts. Trauriger Spitzenreiter ist und bleibt die Uckermark: Mit 12.817 gemeldeten erwerbslosen Personen kratzt die Arbeitslosenquote mit 18,5 Prozent an der 20-Prozent-Marke. Prignitz und Lausitz folgen mit 16,5 bzw. 16,1 Prozent und jeweils 7.050 bzw. 10.364 arbeitslosen Männern und Frauen.Der Chef der Regionaldirektion, Dieter Wagon, sprach mit Blick auf Brandenburg von einem in den Wintermonaten saisontypischen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Jedoch sei das die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem Februar seit 20 Jahren. Der kurze, aber strenge Frost habe im Februar vor allem in Branchen mit Außentätigkeiten wie dem Bau sowie der Forst- und Landwirtschaft zu Arbeitsunterbrechungen geführt.Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) resümierte aus den Zahlen gute Aussichten für das Jahr 2012. Allerdings gebe es angesichts der europa- und weltweiten Entwicklungen auch Risiken.Gute Aussichten für ganz DeutschlandDie positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzte sich zum Jahresbeginn 2012 fort. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren im Januar 2012 insgesamt 41,06 Millionen Personen mit einem Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Damit wurde erstmals in einem Januar die Marke von 41 Millionen Erwerbstätigen übertroffen. Die Zahl der Erwerbslosen betrug im Januar 2012 rund 2,68 Millionen Personen, das waren rund 230 000 weniger als im Januar 2011.
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