Die IHK Berlin, die Handwerkskammer Berlin (HWK) und die Unternehmensverbände Berlin Brandenburg (UVB) haben am 17. September 2026 die Plattform „Berliner Wirtschaft hilft“ gestartet. Ziel ist, die Handlungsfähigkeit der Berliner Wirtschaft in Krisenlagen zu stärken, betriebliche Ausfälle zu begrenzen und Unterstützungsangebote aus der Wirtschaft zu koordinieren.
Funktionen der Plattform
- Vorsorgliche Registrierung von Unterstützungsangeboten (u. a. Notstromaggregate, Großgeräte, Lager‑ und Büroflächen, logistische Kapazitäten).
- Bedarfsanmeldung durch betroffene Betriebe im Krisenfall.
- Information registrierter Unternehmen bei Aktivierung der Plattform zur Prüfung und Bereitstellung ihrer Angebote.
- Vermittlung über ein Matching‑Team und eine Krisenhotline der IHK Berlin zwischen verfügbaren Ressourcen und konkreten Bedarfen.
- Bereitstellung von Musterverträgen für Leih‑ und Mietverhältnisse, Transportkapazitäten, Beherbergungsleistungen sowie Verpflegung von Hilfskräften (als Hilfsmittel/Checklisten).
- Mobilisierung von Unterstützung für Einsatz‑ und Hilfskräfte, damit Ressourcen schnell dorthin gelangen, wo sie benötigt werden.
- Ergänzende Informationen zur Resilienz: Checklisten und ein Vorsorgeplan zur betrieblichen Krisenvorbereitung zur Selbstüberprüfung der Krisenfestigkeit.
Art, Umfang und Dauer der Unterstützung werden nach der Kontaktvermittlung zwischen den beteiligten Unternehmen bzw. Einrichtungen individuell vereinbart.
Die Plattform bietet Anknüpfungspunkte für Wohnungsunternehmen, um bei lokalen Krisenlagen technische Geräte, Transportkapazitäten oder geeignete Räume (z. B. Lager, Büro oder Beherbergungsflächen) bereitzustellen bzw. im Ereignisfall eigenen Bedarf zu melden. Dies kann die betriebliche Resilienz unterstützen und Abläufe im Krisenfall beschleunigen.
Für die Nutzung sind interne Voraussetzungen zu klären:
- Zuständigkeiten, Erreichbarkeiten und Freigabeprozesse festlegen und in bestehenden Notfall /Krisenpläne integrieren.
- Rechtliche und vertragliche Prüfungen (u. a. Haftung, Versicherungsschutz, Datenschutz) vorab berücksichtigen.
- Ablage und Pflege der hinterlegten Angebote sowie regelmäßige Aktualisierung der Daten organisieren.
Die Plattform ergänzt die unternehmenseigene Krisenvorsorge, ersetzt sie jedoch nicht.
Vor dem Hintergrund zunehmender internationaler und nationaler Krisen hat der GdW gemeinsam mit dem BBU und zwei weiteren Regionalverbänden Anfang 2026 die Ad-hoc-Kommission „Krisenmanagement in der Wohnungswirtschaft“ eingerichtet. In drei Arbeitspaketen sind praxisnahe Materialien für Wohnungsunternehmen und Mieterhaushalte entwickelt: Notfallplan, mieterbezogene Prävention und Kommunikation sowie interne Aufbauorganisation. Der BBU verantwortete das Arbeitspaket zur mieterbezogenen Prävention und Kommunikation. Ziel war es, Mieterinnen und Mieter bei der Eigenvorsorge zu unterstützen, ihre Vernetzung zu stärken und ihre Handlungsfähigkeit im Krisenfall zu verbessern.
Die vollständigen Materialien werden in den kommenden Monaten auf einer Landingpage des GdW veröffentlicht und nach ihrer Veröffentlichung zeitnah auch in diesem Artikel bekannt gegeben.
Quelle: IHK Berlin
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