OFFENER BRIEF: 500 MITGLIEDER DER BERLINER BAUGENOSSENSCHAFT PROTESTIEREN GEGEN DEN WEGFALL DER ANSCHLUSSFÖRDERUNG

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Am 16. Dezember wird die bbg BERLINER BAUGENOSSENSCHAFT eG im Rahmen einer Pressekonferenz mit der Interessengemeinschaft der Kapitalanleger im sozialen Wohnungsbau im Haus der Bundespressekonferenz einen von 500 Mitgliedern unterzeichneten Offenen Brief an den Senator für Finanzen vorstellen, der in den kommenden Tagen überreicht werden soll. Vom Wegfall der Anschlussförderung sind im Wohnungsbestand der Genossenschaft aktuell 59 Wohnungen des Wohnprojektes "Schnecke" betroffen, das 1988 fertig gestellt wurde. In ihm haben die Mitglieder in Eigenleistungen Wohnungen nach ihren Wünschen ausgebaut (Muskelhypothek). Rund 400.000 Euro wurden durch Selbsthilfe-Darlehen aufgebracht. Die Genossenschaft investierte aus den Mitteln ihrer Mitglieder weitere rund 1,8 Millionen Euro.Aufgrund des Wegfalls der Anschlussförderung – so heißt es in dem Offenen Brief – müssen in den Wohnanlagen notwendige Instandhaltungen und Modernisierungen unterbleiben, um eine das zumutbare Maß übersteigende Kostenbelastung für die Mitglieder zu vermeiden. Auch die von allen Genossenschaftsmitgliedern zu zahlenden Mieten stiegen deshalb an. Es gebe Wege, das verständliche Anliegen Berlins, seinen Förderungsaufwand zu mindern, zu erreichen, ohne die Existenz gemeinnütziger Genossenschaften und ihrer Mitglieder zu gefährden. Die Mitglieder seien umso erbitterter über die Entscheidung des Finanzsenators zur Streichung der Anschlussförderung, als Untersuchungen unabhängiger Wirtschaftsprüfer belegten, dass das Land Berlin durch diesen beispiellosen Vertrauensbruch noch nicht einmal Gelder spare. Abschließend fordern die Genossenschaftsmitglieder Senator Sarrazin in ihrem Brief auf, im Interesse der Stadt und ihrer Bürger gemeinsam mit den Betroffenen in einer sachlichen Diskussion denkbare Wege zu einer sinnvollen und einvernehmlichen Lösung zu suchen.