NUR JEDER DRITTE UNTER 30 SCHAFFT DEN DAUERHAFTEN AUSSTIEG AUS HARTZ IV

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Rund 40 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren, die im Januar 2005 Arbeitslosengeld II bezogen, waren bis Ende 2006 durchgehend auf diese Leistung angewiesen. Das zeigt eine am 26. November veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Rund 60 Prozent der jungen ALG II-Bezieher konnten innerhalb des Beobachtungszeitraums von zwei Jahren ihre Hilfebedürftigkeit zumindest vorübergehend überwinden. Doch fast die Hälfte dieser Gruppe bezog  im selben Zeitraum erneut ALG II. Nur rund ein Drittel der jungen Erwachsenen hat in den zwei Jahren den Ausstieg aus der Hilfebedürftigkeit dauerhaft geschafft."Die Ergebnisse verweisen auf ein hohes Risiko für die jungen Erwachsenen, dass sich ihr Hilfebezug verfestigt", warnt die Autorin der Studie Brigitte Schels. Armutserfahrungen in dieser Lebensphase werden in der Sozialforschung als besonders gravierend angesehen. Vor allem längerfristige finanzielle Notlagen können die Entwicklungsmöglichkeiten von jungen Menschen nachhaltig einschränken und zu weiteren Schwierigkeiten im späteren Alter führen.Im Jahresdurchschnitt 2007 bezogen 1,35 Millionen Personen zwischen 18 und 29 Jahren ALG II. Ein Teil ist aus alterstypischen Gründen nur zeitweise von Armut betroffen. Diese vorübergehende Bedürftigkeit kann zum Beispiel auftreten, wenn die Ausbildung noch andauert oder junge Erwachsene eine Familie gründen und ihr Einkommen noch nicht für den Lebensunterhalt ausreicht. Das deutlich größere Problem sei jedoch Bedürftigkeit aufgrund geringer Qualifizierung und Langzeitarbeitslosigkeit, so die IAB-Studie. "Hiervon betroffene junge Erwachsene tragen ein hohes Risiko, dass sie keinen dauerhaften Zugang zum Erwerbsleben finden", so Schels. Hier seien eine intensive Beratung und vor allem zielgerichtete Qualifizierungsmaßnahmen erforderlich.Die IAB-Studie steht im Internet unter http://doku.iab.de/kurzber/2008/kb2208.pdf zum kostenlosen Download bereit.