Heute wurde in Neuruppin die Aufstellung von kombinierten Luftreinhalte- und Lärmminderungsplänen am Modellbeispiel der Fontanestadt erläutert. Damit bekommt die brandenburgische Stadt den ersten einen kombinierten Maßnahmenkatalog zu Lärm und Luft dieser Art in Deutschland.
Neuruppin gehört zu den 35 Städten Brandenburgs, bei denen der von der EU vorgegebene Schwebstaub-PM10-Grenzwert überschritten werden kann. Mit Förderung des brandenburgischen Agrar- und Umweltministeriums und unter fachlicher Anleitung des Landesumweltamtes erarbeitete und bewertete ein Planungsbüro verkehrstechnische, administrative und planerische Maßnahmen, um Lärm und Luftverschmutzung zu reduzieren.Den 160 Seiten umfassenden Bericht sowie die 25seitige Kurzfassung können alle von der Lärm- und Luftbelastung betroffenen Städte in Brandenburg und ganz Deutschland nachnutzen. Die größten Luft- und Lärmbelastungen gehen vom Straßenverkehr aus. Die meisten im Modellbericht für Neuruppin vorgeschlagenen Maßnahmen dienen der Umweltentlastung bei Luft und Lärm. Sie wurden auf der Grundlage der Luftreinhalte-Richtlinien der EU von 1999 und der EU-Umgebungsrichtlinie von 2002 entwickelt.