Am 12. und 13. September hat die BBA – Berlin-Brandenburgische Akademie der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V. zusammen mit acht Verbandspartnern in Berlin die mittlerweile neunte ImmCom durchgeführt. Eine gewohnt hohe Teilnehmerzahl und ausgebuchte Ausstellerflächen bewiesen den ungebremsten Informationsbedarf der immobilienwirtschaftlichen Entscheidungsträger über IT-Produkte und deren Entwicklungs- und Einsatzpotenziale. In diesem Jahr lag ein Schwerpunkt des IT-Kongresses mit begleitender Fachmesse auf den Chancen, die sich bei einer IT-Umstellung oder Anpassung für die Optimierung der Geschäftsprozesse eröffnen.
Wie aktuell die Auseinandersetzung mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Geschäftsprozesse ist, belegte auch der mit großer Resonanz aufgenommene Vortrag des "Wirtschaftsweisen" Prof. Dr. Bofinger. "Wir sind besser als wir glauben. Aber das muss nicht so bleiben. Spätestens 2007 ist die Party vorbei." Das ist seine Quintessenz zu den jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland. Deutschland brauche offensivere Strategien für neue Herausforderungen und ein wirtschaftspolitisches Gesamtkonzept. Der defensive Umgang mit der Globalisierung habe das persönliche und wirtschaftliche Angstgefühl der Bevölkerung geschürt. Der "Magerstaat" und hohe Sparquoten und Angst vor dem Immobilienerwerb seitens der Bevölkerung sind die Folgen. Dabei sind die Chancen für Immobilien trotz des prognostizierten Endes des weltweiten Immobilienbooms lange nicht ausgeschöpft: Steigender Bedarf an privater Altersvorsorge, steuerfreie Erträge von selbst genutzten Immobilien, reduzierte Renditen anderer Geldanlagen, rückläufige und damit erschwingliche Immobilienpreise und hohe Ertragschancen – nicht umsonst sind die so genannten Heuschrecken schon da. Die Abbildung der Unternehmenssteuerung mit IT-Unterstützung ist und bleibt deshalb ein wichtiges und wegen der kurzen Halbwertzeit der Produkte immer wieder neues Thema.Doch auch weitere IT-Themen wurden diskutiert. Je schneller sich die IT-Struktur in Unternehmen verändert, desto komplexer werden die sicherheitsrelevanten Aspekte. Externe Arbeitsplätze, WLAN, mobile Endgeräte wie Laptops, PDA´s und Smartphones erhöhen den Zeit- und Kostenaufwand für Datensicherheit. Anhand einiger Praxisbeispiele erfuhren die ImmoCom-Teilnehmer, was man konkret für die Sicherheit tun kann. Darüber hinaus zeigte die Veranstaltung auf, dass sich der immobilienwirtschaftliche Softwaremarkt in der Entwicklung von Betriebssystemen, Datenbanken, Officelösungen sowie Hardware in immer kürzeren Zeitabständen überholt. Dieser Prozess wird sich nach Einschätzung der Experten auch durch die jüngsten Anbieterkonzentrationen nicht aufhalten lassen. Im Rahmen der Abendveranstaltung im Theater des Westens nahm Andreas Kerstan, Geschäftsführer von IBM Deutschland, die Teilnehmer mit auf eine Reise in die nahe Zukunft und berichtete über zum Teil abenteuerlich anmutende Entwicklungen der Informationstechnologie. Dabei betonte er die wichtigen Zusammenhänge zwischen IT und der Innovationskraft von Unternehmen.Neben der Fachausstellung führender IT-Anbieter lieferte die ImmoCom 2006 einen umfassenden Überblick über alle für die Immobilienwirtschaft relevanten Themen. Wie sich Anforderungen und Produkte mit welchen Marktteilnehmern und in welcher Geschwindigkeit entwickeln werden, wird mit Spannung erwartet. Zeit für Reflektion, Interpretation und neueste Entwicklungen sollte man am 24. und 25. September 2007 einplanen – denn dann findet die zehnte ImmoCom statt.Nähere Informationen gibt es unter www.immocom-berlin.de und bei der BBA – Berlin Brandenburgische Akademie der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V., Martina Heger, Lützowstr. 106 in 10785 Berlin, Telefon (030) 23 08 55 – 0, E-Mail: martina.heger@bba-campus.de.