Unter Federführung der Deutsche Wohnen AG informiert eine neue Website über die sechs Berliner Siedlungen der Klassischen Moderne, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. In Kooperation mit dem auf Architekturführungen spezialisierten Büro Ticket B können sich Interessierte nun online informieren.
Mit der Homepage www.welterbesiedlungen-berlin.de gibt es jetzt einen zentralen Onlineauftritt, auf der sich Berliner und Architekturinteressierte über die auch "Siedlungen der Berliner Moderne" genannten Wohnkomplexe informieren können. Dazu gehören die Hufeisensiedlung in Britz, die Weiße Stadt in Reinickendorf, die Ringsiedlung Siemensstadt in Charlottenburg-Nord und Spandau, die Schillerpark-Siedlung im Wedding, die Wohnstadt Carl-Legien in Prenzlauer-Berg sowie die Tuschkastensiedlung in Treptow-Köpenick. "Nur in Berlin wurden bisher Wohnungsbauten aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts auf die UNESCO-Welterbeliste gesetzt, weil sie einen universellen Wert besitzen und für gegenwärtige und künftige Generationen von so überragender Bedeutung sind", erläutert Landeskonservator Professor Jörg Haspel vom Landesdenkmalamt Berlin. Die in den 1920er Jahren von der GEHAG errichteten Wohnungen waren in Architektur und Stadtplanung richtungsweisend.Bereits 2009 hat die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG, die Eigentümerin von zwei der sechs Siedlungen ist, die "Stiftung Weltkulturerbe Gartenstadt Falkenberg und Schillerpark-Siedlung der Berliner Moderne", ins Leben gerufen. Betrieben wird die neue Website von der Deutsche Wohnen AG, der überwiegend die Siedlungen Weiße Stadt, Hufeisensiedlung und Siemensstadt gehören. Bis 2014 sollen die seit 2009 laufenden Sanierungsmaßnahmen in Höhe von 26 Millionen Euro abgeschlossen werden. Neben der schon bestehenden Info-Station in der Ringsiedlung Siemensstadt soll demnächst eine weitere Info-Station in der Hufeisensiedlung eröffnet werden, so dass sich Besucher vor Ort informieren können.
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