BBU-Vorstand Maren Kern forderte zur Studie: "Wir brauchen eine Fachkräfteoffensive! Insbesondere die Bauindustrie muss alles dafür tun, um als Ausbildungs- und Arbeitgeberin attraktiv zu sein und gezielt junge Leute anzusprechen. Diese Anstrengungen müssen durch ein effizientes Fachkräftezuwanderungsgesetz flankiert werden, das vom Bund jetzt zügig auf den Weg gebracht werden muss."
Die Studie, die von bulwiengesa in Kooperation mit Drees & Sommer durchgeführt wurde, analysiert auf Basis einer Befragung von Marktteilnehmern der Bau- und Immobilienwirtschaft, welche Faktoren eine zügige und preiswerte Erstellung von Neubauten und damit erschwinglichen Wohnraum in den Städten verhindern. Das Ziel, 200.000 neue Wohneinheiten in Berlin bis 2030 zu schaffen, wird in der Studie als „möglicherweise gefährdet“ eingestuft, da die Hürden bis dahin weiter anwachsen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen, um die Kapazitäten im Bauprozess zu erhöhen, werden erst mittelfristig greifen. Zu den Lösungsansätzen der Studie, die von den Beteiligten intensiv diskutiert wurde, zählen: schlanke öffentliche Ausschreibungen und Entscheidungsprozesse, eine Verstetigung des Landesbauvolumens und eine Beschleunigung und Fixierung der Baugenehmigungsdauer. Im Bauprozess wird mehr modulares oder serielles Bauen gefordert sowie eine grundlegende Informationskontinuität und dadurch reduzierte Schnittstellenverluste durch digitale Verfahren wie BIM.
Die Studie ist online auf der Website der Gewobag erhältlich: https://www.gewobag.de/uploads/presse/2018/unternehmen_presseinformation_studie_baukapazitaeten.pdf
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