MÖGLICHKEITEN DER SOZIALEN WOHNUNGSVERSORGUNG VERDOPPELN SICH

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Im vergangenen Jahr ist es der Landeshauptstadt Potsdam und ihrem Wohnungsunternehmen ProPotsdam GmbH gelungen, die Möglichkeiten der sozialen Wohnraumversorgung um etwa 50 Prozent zu steigern. In diesem Jahr werden sich diese Möglichkeiten sogar verdoppeln. Der alljährliche Wohnungsmarktbericht weist regelmäßig das Sinken der Belegungsrechte der Stadt aus. Waren es in 2010 noch 10.662 Wohnungen, die mit Belegungsrechten der Stadt versehen waren, so werden es im Jahre 2015 nur noch 4.140 sein. Bei der Bewertung des Trends ist zu berücksichtigen, dass diese Wohnungen bewohnt sind, das heißt: Erst bei Freizug kann ein berechtigter Haushalt mit Wohnraum versorgt werden. Geht man von einer durchschnittlichen Fluktuationsrate von 10 Prozent aus, dann wird die Landeshauptstadt in 2015 nur noch in etwa 400 Fällen von ihren Belegungsrechten Gebrauch machen können, in 2020 noch 80 Mal.Mit der Entwicklung neuer Instrumente der sozialen Wohnraumversorgung haben die Landeshauptstadt und die ProPotsdam darauf reagiert und können nun erste Erfolge vorweisen: Die von der ProPotsdam angebotenen Bonus-Programme für Familien, Senioren und junge Menschen wurden in 2011 insgesamt 455 Mal genutzt. Eine weitere Innovation, die flexible Belegungsbindung, konnte in 71 Fällen angewandt werden. Auf diese Weise stieg die Zahl der Fälle sozialer Wohnraumversorgung um gut 50 Prozent. Hans-Joachim Böttche, Bereichsleiter Wohnen der Landeshauptstadt: "Mit den neuen Instrumenten der ProPotsdam ist es im vergangenen Jahr gelungen, dem Abwärtstrend bei den Möglichkeiten zur sozialen Wohnraumversorgung entgegen zu wirken."Innovative Instrumente und günstige Zinskonditionen erhöhen soziale WohnraumversorgungDies wird auch im laufenden Jahr gelingen. Mehr noch: Anfang des Jahres abgeschlossene Verträge zwischen der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und der ProPotsdam über die Verlängerung von günstigen Zinskonditionen für Darlehensverträge werden es erlauben, in den kommenden drei Jahren der Stadt zusätzlich 1.200 Wohnungen für berechtigte Haushalt bereit zu stellen. Damit gelingt es, die Möglichkeiten der Stadt zur Vergabe von belegungsgebundenen Wohnraum in 2012 gegenüber 2010 zu verdoppeln. Jörn-Michael Westphal, Geschäftsführer der ProPotsdam: "Damit sich diese erfreuliche Entwicklung in 2013 und danach fortsetzen kann, sind weitere Anstrengungen zur sozialen Wohnraumversorgung notwendig. Während auf der einen Seite die bestehenden Belegungsbindungen auslaufen, müssen auf der anderen Seite neue Instrumente geschaffen werden. Dabei gilt: Die soziale Wohnungsversorgung wird sich nicht – wie in der Vergangenheit – durch große Förderprogramme von Bund und Land realisieren lassen. Es wird auch künftig notwendig sein, die soziale Wohnungsversorgung durch viele kleine Maßnahmen abzusichern."

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 Kerstin Braun
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