Berlin – Die Berliner Wohnungswirtschaft will 2009 die Investitionen in die Modernisierung von Wohnungen um rund zehn Prozent ausweiten. Damit setzt sie den Trend des Vorjahres fort. "Dass trotz der schwierigen gesamtgesellschaftlichen Bedingungen erneut mehr modernisiert werden soll zeigt, wie wichtig den Wohnungsunternehmen dieses Thema ist", so Maren Kern, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU).
Eine Umfrage unter den 144 Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen ergab, dass diese 2009 gut 300 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungen investieren wollen. Das sind fast 30 Millionen Euro bzw. etwa zehn Prozent mehr als 2008 (273 Mio. €). Insgesamt sind Investitionen von 788 Millionen Euro vorgesehen. Kern: "Da Bauvorhaben langfristig vorbereitet werden müssen kann davon ausgegangen werden, dass diese Planungen auch tatsächlich umgesetzt werden." Im Fokus: Energetische ModernisierungenSchwerpunkt der Investitionen seien energetische Modernisierungen und eine Verbesserung der Ausstattung der Wohnungen, so Kern weiter. "Angesichts von etwa 100.000 dauerhaft leer stehenden Wohnungen in Berlin sind Ausstattung einer Wohnung und niedrige Betriebskosten ein wichtiges Vermietungsargument", erläuterte Kern. Wirtschaftlichkeit = Hoher Nutzen, niedrige KostenFür die Wohnungsunternehmen sei die Wirtschaftlichkeit ihrer Investitionen von besonderer Bedeutung. Dadurch werde gewährleistet, dass beispielsweise Mieter für modernisierungsbedingte Mietsteigerungen den größtmöglichen Nutzen erhielten. Sonst würde Wohnen unnötig verteuert. Kern: "Bester Garant für Wirtschaftlichkeit ist, wenn die Wohnungsunternehmen frei über ihre Investitionen entscheiden können." Unter dem Dach des BBU sind 365 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.