"Die Wohnungsbaugesellschaft hat hier an alles gedacht – vom barrierefreien Umfeld über schwellenlose Bäder bis hin zu Abstellboxen für Gehhilfen". Mit diesen Worten umschrieb eine Seniorin, was das Wohnen im sanierten und behindertengerecht umgebauten Anwesen in der Goethestraße 10-12 angenehm macht.
"In den drei Mehrfamilienhäusern in der Goethestraße haben wir versucht, allen Ansprüchen von Bewohnern mit Behinderungen gerecht zu werden", umriss Torsten Diehn, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge mbH, die Grundlagen des Sanierungsprojekts. Alle Erdgeschosswohnungen in den drei Gebäuden wurden im Zuge der Sanierung behinderten- und seniorengerecht umgebaut. Hierdurch wurden insgesamt sechs barrierefreie Wohnungen geschaffen. Dabei seien nicht nur die Grundrisse komplett überarbeitet worden. Diehn: "Außerdem haben wir auch die Hauseingangstüren verbreitert, behindertengerechte Türöffnungsvorrichtungen eingebaut, die Bäder behindertengerecht gestaltet und die Terrassen auf einem großzügigen gemeinsamen Innenhof barrierefrei hergerichtet." Mit dem Projekt habe die Wohnungsbaugesellschaft in der Goethestraße einen optischen Akzent setzen können. Die Altbauten hier seien teilweise verlassen und durch Verfall gekennzeichnet, so Diehn. "Mit der Sanierung haben wir einen Anker gesetzt, durch den hoffentlich die ganze Straße belebt wird. Mit zwei weiteren Sanierungen inklusive Fahrstuhleinbau schaffen wir gegenwärtig zehn weitere behindertengerechte Wohnungen. Gerade in einem Altbau sind solche Umbauten außerordentlich anspruchsvoll."Besonders wichtig sei der Wohnungsbaugesellschaft der Aspekt gewesen, in der Innenstadt von Wittenberge mehr Wohnangebote für Senioren und Menschen mit Behinderungen zu schaffen. "Damit haben wir zwei Zielsetzungen verfolgt: Erstens haben diese Menschen so die Möglichkeit, weiterhin aktiv am Stadtleben teilzunehmen. Und zweitens bieten wir so Anreize, dass die Menschen in der Innenstadt wohnen bleiben. Sie bleibt dadurch vital." Das Projekt hatte ein Investitionsvolumen von rund 1,4 Millionen Euro. 53 Prozent dieser Summe hat die Wohnungsbaugesellschaft aus Eigenmitteln aufgebracht, 35 Prozent wurden fremdfinanziert. Zwölf Prozent der Investitionssumme wurden im Rahmen des Stadtumbau Ost-Programms öffentlich gefördert.