Seit 1991 haben Bund und Land rund 2,3 Milliarden Euro in die Erhaltung und Erneuerung der Brandenburgischen Städte investiert. Damit habe die Städtebauförderung in 137 Städten maßgeblich dazu beigetragen, wertvolle historische Bausubstanz vor dem drohenden Verlust zu bewahren und viele Gebäude, Straßen und Plätze zu sanieren, bilanzierte Infrastrukturminister Reinhold Dellmann anlässlich des Jahreswechsels.
Die Unterstützung der Stadtsanierung im Rahmen der Städtebauförderung schaffe die Voraussetzungen, dass in großem Umfang auch private Investitionen wieder in die Stadtkerne flößen und das Wohnen in der Innenstadt wieder attraktiv werde, so Dellmann in einer Presse-Erklärung. Weiterhin besonders wichtig sei dabei die gezielt geförderte Instandsetzung der noch stark erneuerungsbedürftigen Gebäude, die oft unter Denkmalschutz stünden. In den Förderprogrammen "Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen" und "Städtebaulicher Denkmalschutz" habe sich dabei die Zuschussförderung mit festen Fördersätzen für die Bauherren bewährt. Die so genannte "Hüllenförderung" umfasst die Sanierung von Dächern, Fassaden, Türen und Fenster, wobei der Innenausbau Sache des Eigentümers bleibt.Insgesamt konnten nach dem Muster dieser "Hüllenförderung" im Jahr 2006 rund 200 Gebäude instand gesetzt werden. Hinzu kamen sechs Objekte im Programm Stadtumbau. Die Förderbeträge pro Objekt reichten von 15.000 bis 150.000 Euro. Das MIR sehe in der "Hüllenförderung" auch künftig einen wichtigen Ansatz, um in den Innenstädten das Wohneigentum zu fördern. Städte, die diese Aufgabe verstärkt angehen wollen, erhalten nun erstmals eine zweckgebundene Sonderzuwendung aus dem Etat der Städtebauförderungsmittel des Landes.