Seit dem vergangenen Jahr fördert das Land Brandenburg mit einem Zuschussprogramm den nachträglichen Einbau von Aufzügen. Bis 2013 stehen dafür insgesamt rund 36 Millionen Euro zur Verfügung.
Wie das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg mitteilte, zog Infrastrukturminister Reinhold Dellmann anlässlich der Inbetriebnahme eines Aufzugs in Hennigsdorf eine erste Bilanz des Projekts. Das im Februar 2007 gestartete Aufzugsprogramm fände großes Interesse bei den Wohnungsunternehmen. Bisher seien bereits 132 Aufzüge beantragt worden. Dellmann: "Wir wollen mehr generationengerechten Wohnraum schaffen. Von Aufzügen profitieren ältere Menschen ebenso wie junge Familien mit kleinen KindernDie Wohnungsgenossenschaft "Einheit" Hennigsdorf habe für 2007 und 2008 insgesamt 23 Aufzüge beantragt, die bereits bewilligt worden seien, so Dellmann. Das Land stelle hierfür rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. Damit könnten insgesamt 380 Wohnungen mit einem Aufzug erreicht werden.Bis 2013 stünden in Brandenburg insgesamt rund 36 Millionen Euro für die Nachrüstung von fast 600 Aufzügen zur Verfügung, so Dellmann. Damit sollen fast 6.000 Wohnungen zumindest weitestgehend barrierefrei werden. Das Programm steht den Eigentümern von Mietwohngebäuden in der entsprechenden Gebietskulisse zur Verfügung. Gefördert werden der Aufzug selbst und die zusätzlich notwendigen Arbeiten zum barrierefreien Erreichen der Wohnung. Der Zuschuss beträgt 50 Prozent der anerkannten und förderfähigen Baukosten, höchstens jedoch 6.000 Euro je Wohnung, die über den Aufzug erreicht wird.Zwei Voraussetzungen sind vom Antragsteller zu erfüllen. Er muss nachweisen, dass vorangegangene Modernisierungen bzw. parallel zur Aufzugsförderung laufende Modernisierungsmaßnahmen einen Standard erreichen, der die Nachhaltigkeit der Förderung sichert. Zudem sind in der Regel in Abstimmung mit der Kommune 25 Prozent der geförderten Wohnungen für die sozial Schwächeren zu moderaten Mieten bereit zu stellen.