„Die Stadt Prenzlau setzt ihr ambitioniertes Konzept zum energetischen Umbau im Quartier vorbildlich um und verbindet so Klimaschutz mit Energie- und Kosteneffizienz. Davon profitieren die Mieterinnen und Mieter, weil die Energiekosten auf lange Sicht bezahlbar bleiben. Quartierbezogene technische Lösungen der Wärmeversorgung sind häufig effizienter, preiswerter und umweltschonender als die Beheizung einzelner Häuser. Bezahlbares, umweltgerechtes Wohnen in Verbindung mit kurzen Wegen und Einkaufsmöglichkeiten stärkt die Innenstadt und macht Prenzlau attraktiv für Zuzügler und Investoren“, sagte Bauministerin Kathrin Schneider heute bei einem Besuch.
Die Stadt Prenzlau hat sich vorgenommen, die CO2-Emissionen für die Innenstadt bis zum Jahr 2030 um 58 Prozent, bezogen auf das Jahr 1990, zu mindern. Die Minderung der CO2-Emissionen soll durch die Nutzung erneuerbarer Energieträger für die Energie- und Wärmeversorgung erreicht werden. Für die Wärmeversorgung in Prenzlau bedeutet das: Neben herkömmlichen Heizhäusern werden mehrere Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die mit Erd-, Bio- oder Klärgas befeuert werden, und eine Geothermieanlage durch die Stadtwerke betrieben. Per Fernleitung versorgen sie inzwischen mehr als 5.000 Wohnungen mit Wärme und Warmwasser. In diesem Jahr wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäude „Alte Post“ als zukünftiger Sitz der Wohnbau Prenzlau GmbH energetisch saniert. BBU-Vorstand Maren Kern: "Die Wohnungsunternehmen tragen ganz maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung des Stadtentwicklungskonzepts bei. Prenzlau ist dadurch sehr attraktiv."
Neben den Projekten der energetischen Sanierung, hat die Stadt Prenzlau auch zahlreiche Vorhaben umgesetzt, die im integrierten Stadtentwicklungskonzept verankert sind. Einen Schub hat die Ausrichtung der Landesgartenschau vor zwei Jahren ausgelöst. Unter anderem wurde die Uferpromenade am Uckersee aufgewertet und das Umfeld des zentralen Platzes der Stadt, dem Marktberg, neu gestaltet. Insgesamt hat das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung die Stadt Prenzlau seit 1991 mit mehr als 47,4 Millionen Euro für Stadtentwicklungsprojekte aus Programmen der Europäischen Union, des Bundes und des Landes unterstützt. Für die Modernisierung von Wohnungen wurde Prenzlau mit 42,4 Millionen Euro Landesmitteln unterstützt.
Ansprechpersonen
Besonderer Vertreter, Bereichsleiter und Pressesprecher