MIL LEGT BERICHT ZUR ENTWICKLUNG DER WOHNBEVÖLKERUNG 1990 BIS 2009 VOR

PDF
Bei dem Bericht handelt es sich um eine Aktualisierung vorangegangener Übersichten zur Entwicklung der Wohnbevölkerung (u. a. vom September 2009). Als statistisches Basismaterial dienen die natürliche und räumliche Bevölkerungsentwicklung von 1990 bis 2009, der Altersaufbau der Bevölkerung im Jahr 2009 und die Entwicklung von Hauptaltersgruppen der Bevölkerung für 83 Teilräume bzw. Städte und Gemeinden. Der Bericht nimmt unter anderem Bezug auf die Länder Berlin und Brandenburg, die Planungsregionen, die kreisfreien Städte und Landkreise sowie weitere aus landesplanerischer Sicht bedeutende bzw. über 20.000 Einwohner zählende größere Städte oder Gemeinden. Die Bevölkerungsentwicklung verlief in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg in den Jahren 1991 bis 2009 zeitlich und räumlich differenziert. Wanderungsgewinne und sind charakteristisch. Die Bevölkerungszahl für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg verringerte sich um 1,1 Prozent, da der positive räumliche Saldo von rund 240.000 Personen die 309.000 Personen Verluste bei der natürlichen Bevölkerungsentwicklung nur teilweise ausgleichen konnte. Die Entwicklungen der Länder Berlin und Brandenburg verliefen zeitlich tendenziell gegenläufig. Die Einwohnerzuwächse Berlins verringerten sich in den ersten Jahren und kehrten sich ab 1994 in Verluste um. Nur in den Jahren 2001, 2002 und durchgängig ab 2005 stieg die Bevölkerungszahl Berlins wieder an. Die Einwohnerzahl Brandenburgs nahm bis 1994 jährlich ab, seit 1995 dagegen zu. Ab 2001 verringerte sich die Bevölkerungszahl Brandenburgs wieder, da die Verluste in weiten Teilen des weiteren Metropolenraumes durch die sich abschwächenden Gewinne für das Berliner Umland nicht mehr ausgeglichen werden konnten. Der vorliegende Vergleich von 83 ausgewählten Teilräumen bzw. Städten der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg zeigt eine sehr differenzierte Bevölkerungsentwicklung. Bei 25 Prozent der Raumeinheiten wird die Entwicklung durch Wanderungsgewinne, bei 33 Prozent durch Wanderungsverluste und bei 42 Prozent durch Sterbeüberschüsse (Geburtendefizit) dominiert.Zu den 21 Raumeinheiten mit einer insgesamt positiven Bevölkerungsentwicklung gehören neben der Bundeshauptstadt Berlin das Berliner Umland, die Planungsregion Havelland-Fläming sowie alle an Berlin grenzenden Kreise mit Ausnahme des Landkreises Oder-Spree. Berlin hatte im Gesamtzeitraum eine positive Bevölkerungsentwicklung von rund 9.000 Personen. Brandenburgs Bevölkerung nahm seit 2001 beständig ab und blieb seit 2002 unter dem Ausgangswert der Bevölkerung des Jahres 1990. Gegenüber dem Jahr 1990 verlor Brandenburg bis zum Jahr 2009 insgesamt knapp 78.000 Einwohner, das entspricht in etwa der derzeitigen Einwohnerzahl der Städte Oranienburg und Schwedt/Oder.Die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Oberhavel konnten von allen Brandenburger Kreisen im Berichtszeitraum mit 24 Prozent bzw. 20 Prozent den höchsten Einwohnerzuwachs verzeichnen. Weiterhin weisen 15 analysierte Städte im Berliner Umland einen Bevölkerungszuwachs auf (darunter die Flughafengemeinde Schönefeld in Höhe von 134 %). Potsdam konnte den seit 2000 anhaltenden erheblichen Einwohnerzuwachs fortsetzen. Weitere drei Städte dieses Raumes (Strausberg, Erkner und Ludwigsfelde) profitierten nicht von der positiven Bevölkerungsentwicklung des Berliner Umlandes für den Gesamtzeitraum.Alle nicht an Berlin angrenzenden Kreise, der Kreis Oder-Spree sowie alle analysierten Gemeinden im weiteren Metropolenraum mit Ausnahme von Zossen (Bevölkerungszuwachs 44 %) und Beelitz (22 %) hatten eine negative Bevölkerungsentwicklung zu verzeichnen. Die kreisfreien Städte des weiteren Metropolenraumes sowie die Landkreise Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Prignitz und Uckermark verloren seit 1990 über 20 Prozent ihrer Bevölkerung. Frankfurt (Oder) mit -30 Prozent ist der Kreis mit der negativsten Einwohnerentwicklung. Die Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Spree-Neiße weisen einen Bevölkerungsrückgang von zwölf bzw. 16 Prozent auf. Eine Reihe von Städten im weiteren Metropolenraum verlor über ein Drittel der Einwohnerzahl seit 1990, so Guben (-39 %), Eisenhüttenstadt (-37 %), Schwedt/Oder (-35 %) und Wittenberge (-34 %). MIL: Entwicklung der Wohnbevölkerung 2009

Downloads

18DD3E2_MIL_2010-10-06_%20Entwicklung%20der%20Wohnbev%C3%B6lkerung%202009
PDF
162

Ansprechpersonen

 Kerstin Braun
Kerstin
Braun
Mitarbeiterin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (30) 89781 - 122