Am 20. März hat der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) die zweite Ausgabe seines Mietwohn-Indexes, eine repräsentative Umfrage zum Wohnen in Deutschland, vorgelegt. Zentrales Ergebnis: Während allerorten Wohnungen an Finanzinvestoren verkauft werden, fürchten knapp drei Viertel (73%) der Befragten, dass es zukünftig in Großstädten zu wenig bezahlbaren Wohnraum geben könnte. Im letzten Jahr lag der Wert noch bei 59 Prozent. 96 Prozent der Befragten halten angesichts dessen Sozialwohnungen für unentbehrlich.
Dabei machen sich gerade Befragte in Bundesländern mit Wachstumsregionen Gedanken um bezahlbares Wohnen in Ballungszentren. Die Werte in Baden-Württemberg (+ 8%-Punkte) oder Bayern (+ 6%-Punkte) lagen über dem Bevölkerungsschnitt, in Schleswig-Holstein (- 19%-Punkte) oder Rheinland-Pfalz (- 6%-Punkte) deutlich darunter.Bei bezahlbarem familiengerechtem Wohnraum fürchten 80 Prozent Engpässe (2006: 83%), 71 Prozent sehen schwarz für Senioren (2006: 75%). Westdeutsche schätzen die Situation für Familien (+ 6%-Punkte) und Senioren (+ 11%-Punkte) kritischer ein als Ostdeutsche. Vor allem direkt Betroffene fürchten um bezahlbare Angebote: Bei Familien ab zwei Kindern im Haushalt liegt der Wert neun Prozentpunkte über dem der Kinderlosen. Unter den 20- bis 39-Jährigen sind es acht Prozentpunkte mehr als in den anderen Altersgruppen.51 Prozent glauben, Nachbarschaftshilfe zwischen Jung und Alt wird an Bedeutung gewinnen. Die Bevölkerung in Städten (20-100.000 Einwohner) sieht hier eine größere Notwendigkeit als diejenige in Orten unter 5.000 Einwohnern (+ 18%-Punkte).Die Umfrage wurde von der GfK Marktforschung im Auftrag des VdW Bayern durchgeführt. Das Marktforschungsinstitut interviewte 1.036 Männer und Frauen ab 14 Jahren aus ganz Deutschland.