Im Bundesdurchschnitt leben 57 Prozent der Haushalte zur Miete. Vor allem in den Stadtstaaten, aber auch in einigen ostdeutschen Flächenstaaten ist dieser Anteil sogar noch deutlich höher. "Vor allem in den Metropolen ist das Mietwohnen weit verbreitet und Teil des Lebensgefühls", kommentierte BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern neue Zahlen einer empirica-Analyse.
Mieterhaushalte werden eher von Singles und Paaren bewohnt, während Familien mit Kindern eher Wohneigentum bevorzugen. Durchschnittlich leben in Mieterhaushalten 1,8 Personen, in Eigentümerhaushalten hingegen 2,5 Personen. Unter Zugrundelegung dieser "personenbezogenen Eigentumsquote" wohnt ein größerer Anteil der Gesamtbevölkerung – nämlich 52 Prozent – in Eigentümerhaushalten. Am höchsten ist die Mieterquote mit knapp 80 Prozent nach wie vor in Berlin. Bei der Eigentümerquote liegt das Saarland mit 63 Prozent vorne. Bei der Analyse der übrigen Bundesländer zeigt sich, dass in allen alten Flächenstaat die Eigentümer knapp die Mehrheit stellen. Bei den neuen Bundesländern hat die personenbezogene Wohneigentumsquote in Thüringen und Brandenburg mittlerweile die 50-Prozent-Marke überschritten; hier lebt also mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Wohneigentum. In den drei anderen neuen Ländern liegen die Werte zwischen 38 und 42 Prozent.