Mehr Chance als Risiko – Digitalisierung schafft Mehrwert fürs Wohnen

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Nur ein Prozent der Deutschen nutzt zu Hause umfassende „smart home“-Technik. Doch die Akteure der Wohnungswirtschaft sind sich einig: die Möglichkeiten werden schnell wachsen, die Nachfrage deutlich steigen. Unter der Überschrift „Digitale Welt – Mehrwert fürs Wohnen?“ hat degewo am 17. November 2015 in das Deutsche Architektur Zentrum (DAZ) eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Verantwortung für die Stadt“ diskutierten Experten aus der Wohnungswirtschaft, Architekturszene und Politik darüber, wie die digitale Zukunft das Wohnen für den Mieter verändert. In Berlin beginnt am 18. November der nationale IT-Gipfel, auf dem die Digitalisierung vorangetrieben werden soll.

Mehr als 200 Gäste waren in den Taut & Scharoun-Saal des DAZ gekommen. degewo-Vorstand Kristina Jahn sagte in ihrem Begrüßungsstatement, dass die zunehmende Digitalisierung nicht nur das Leben und Arbeiten verändert, sondern auch die Erwartungshaltungen von Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Dem müssten sich auch Wohnungsunternehmen stellen. „Ich sehe in der Digitalisierung vielfältige Chancen – für einen besseren Kundenservice, für effizientere Prozesse, für innovative Produkte. degewo hat sich entschieden, die Chancen der digitalen Welt zu nutzen und die Risiken ernst zu nehmen.

In seinem Impulsvortrag erklärte Zukunftsforscher Jens Hansen: „Die Digitalisierung wird auch die Wohn- und Immobilienwirtschaft in Bewegung bringen. So vernetzen sich im Bereich Wohnen schon jetzt die Dinge. Und im Bereich Bauen und Infrastruktur wird das autonome Auto vielleicht mehr Auswirkungen haben als die Energiewende.“ Denn durch autonomes Fahren verschiebe sich die Standort-Attraktivität, ist der Inhaber der Jens Hansen Consulting GmbH sicher. Smart-Home-Anwendungen bieten für Vermieter und Mieter eine Menge Chancen, das Leben komfortabler zu gestalten.

An diesem Punkt setzte auch der Vodafone-Manager und Vorsitzende des Bitkom-Arbeitskreises Connected-Home, Stephan Schneider, an: „Smart-Home-Technologien sollten den Menschen helfen und nicht den Unternehmen.“ Schneider, der auch Vorstandsvorsitzender des Businessnetzwerkes „Digitale Stadt Düsseldorf“ ist, ergänzte, er erwarte nicht, dass künftig ein Unternehmen die Lösung für alle Anwendungen anbietet, sondern viele kleinere Start-Ups die Innovationen entwickeln. Dann werde es darauf ankommen, dass die verschiedenen Technologien miteinander kommunizieren können. „Digitale Transformation bedeutet vernetzt zu denken und vernetzt zu handeln.“

Einen kritischeren Blick auf die Zukunft warf Nadin Heinich. Die Gründerin des „plan A“ Büros für Architekturkommunikation. „Smart Homes sollten nicht nur als Wachstumsmarkt mit viel Luft nach oben verstanden werden. Die Menschen fragen sich: Was ist wirklich neu? Brauche ich das? Kann ich das auch ändern oder abschalten? Und was passiert mit meinen Daten?“ In der lebhaften Diskussion meldete sich auch Dr. Thomas Welter zu Wort. Der Bundesgeschäftsführer des Bundes Deutscher Architekten BDA verwies darauf, dass digitale und analoge Welt in keinem Gegensatz stehen sollten. „Nicht jedes Defizit lässt sich durch Digitalisierung verbessern. Wir brauchen das Beste aus beiden Welten.“

In der südlichen Gropiusstadt verfolgten einige Mieterinnen und Mieter von degewo die Veranstaltung. Per Live-Stream wurden sie zugeschaltet und gaben Auskunft darüber, wie viel Digitalisierung sie sich wünschen. Wenn mit Hilfe digitaler Möglichkeiten Mieterinnen und Mieter länger in ihrer eigenen Wohnung selbstbestimmt leben können, dann sei das ein enormer Fortschritt. Auch die Weiterleitung medizinischer Daten an den Arzt könne eine Erleichterung sein. Bei einer Abstimmung unter den rund 200 Gästen überwog am Ende die Meinung: Die Chancen der Digitalisierung seien größer, als die möglichen Risiken.

Beim anschließenden get-together wurde noch ausführlich über Zukunftslösungen, Datensicherheit und konkrete Projekte diskutiert. degewo hat bereits einige digitale Projekte realisiert. Mit einem digitalen Kontaktmanagement können alle Mieterinnen und Mieter Vertragsdaten, Schadensmeldungen und Bearbeitungsstände abrufen, in der südlichen Gropiusstadt sind digitale Türöffner erfolgreich installiert und auch Wohnungsabnahmen werden bei degewo heute bereits digital durchgeführt.

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 Mieke Goldhahn
Mieke
Goldhahn
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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