"Getragen von der guten Konjunktur fiel die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt kräftig aus. Die Arbeitslosigkeit ist zurückgegangen, das Beschäftigungswachstum gewann nochmals an Fahrt und die Kräftenachfrage bleibt hoch", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank Weise.
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im März im Zuge der Frühjahrsbelebung um 114.000 auf 4.108.000 gesunken (West: -84.000 auf 2.698.000; Ost: -30.000 auf 1.410.000). Der Rückgang fiel damit fast doppelt so stark aus wie im Durchschnitt der letzten drei Jahre (-62.000). Saisonbereinigt ergibt sich erneut ein kräftiges Minus von 65.000. In Berlin und Brandenburg waren im März insgesamt 491.193 Arbeitslose gemeldet. Das waren 8.468 weniger als im Vormonat und 74.184 weniger als vor einem Jahr. Saisonbereinigt lag die Arbeitslosenzahl um 7.000 unter der des Vormonats. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen. Im Dezember 2006 waren 1.758.000 Männer und Frauen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen tätig. Vor allem im Dienstleistungssektor einschließlich Zeitarbeit/Arbeitnehmerüberlassung, im Bereich Erziehung und Unterricht, im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung gibt es einen Beschäftigungsaufbau. Insgesamt waren 40.400 Personen mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt als ein Jahr zuvor. Mit einer Steigerungsquote von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegt die Region Berlin-Brandenburg 0,7 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt (1,7 Prozent). 273.894 Berliner waren im März arbeitslos gemeldet. Das sind 3.629 weniger als im Februar. Gegenüber dem März des Vorjahres sind in Berlin 36.484 Menschen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 16,3 Prozent und lag damit um 2,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Am höchsten ist die Arbeitslosenquote in den Bezirken Mitte (22,9 %), Neukölln (20,3 %) und Spandau (19,5 %), am niedrigsten in Steglitz-Zehlendorf (10,1 %) und Treptow-Köpenick (12,5 %).Im Land Brandenburg ist die Zahl der Arbeitslosen auf 217.299 gesunken. Dies sind 4.839 oder 2,2 Prozent weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote sank um 0,4 Prozentpunkte auf 16,3 Prozent. Am höchsten war die Arbeitslosigkeit in den Kreisen Uckermark (22,8 %), Oberspreewald-Lausitz (21,6 %) und Elbe-Elster (21,4 %), am niedrigsten in Potsdam-Mittelmark (11 %) und Potsdam-Stadt (11,1 %).