Wieder einmal war die Berliner Wohnungsbaugenossenschaft Märkische Scholle eG Ziel einer chinesischen Expertengruppe. Stadtplaner, Verwaltungsmitarbeiter, Ingenieure und Architekten aus der nordchinesischen Provinz Hebei informierten sich Anfang Dezember über das energetische und sozialverträgliche Sanierungsprojekt der Märkischen Scholle in Lichterfelde Süd. In ihrer größten Wohnanlage saniert die Genossenschaft in den kommenden Jahren bei einem Investitionsvolumen von 74 Millionen Euro mehr als 800 Wohnungen der 30er- und 60er-Jahre. Im Mittelpunkt des Interesses stand das innovative Energiekonzept, das kürzlich mit dem Umweltpreis des BUND Berlin ausgezeichnet wurde.
Die Gäste aus Fernost zeigten sich insbesondere von dem Umstand beeindruckt, dass die Energie für die Gebäude künftig primär aus Solaranlagen und der Wärmerückgewinnung aus der Abluft, zum Beispiel aus Duschen, aus Abwärme von Geräten, Bewohnern und Beleuchtung, aber auch aus passiver Sonneneinstrahlung, die den Wohnraum durch die Fenster und das Gemäuer erwärmt, stammt.
Herzstück ist ein Erdwärmespeicher im Boden neben dem Gebäudekomplex: Dieser „eTank“ kann als geothermische Quelle genutzt werden und die Sonnenenergie, die gerade nicht von den Bewohner benötigt wird, zwischenspeichern. Ein sogenannter Dynamischer Energiemanager steuert das ganz automatisch.