Die Delegation besichtigte die Gebäudetechnik eines Wohnquartiers mit insgesamt 18 Mehrfamilienhäusern und mehr als 400 Wohnungen aus den 1930er-Jahren in Berlin Lichterfelde-Süd, nahe der Stadtgrenze zu Teltow. Das Quartier wurde zwischen 2014 und 2020 von der Genossenschaft auf KfWEH85 und EH70-Standard modernisiert. Das neue Energiesystem der Siedlung (Baujahr 1930 bzw. 1960) baut auf offenen Erdwärmespeichern auf, die als geothermische Quellen für Wärmepumpen dienen. Diese Energiespeicher befinden sich direkt neben jedem der sanierten Gebäude unter der Erdoberfläche. Überschüssige Energie von den Solarkollektorflächen auf den Dächern wird im Erdspeicher aufgefangen und dient zusammen mit der natürlichen Wärme im Erdreich jeder Sole-Wasser-Wärmepumpe als Wärmequelle zum Heizen.
Ministerin Klara Geywitz sagte: „Die Wohnungsbaugenossenschaft macht vor, wie die Modernisierung der Wärmeversorgung in einem ganzen Wohnquartier erfolgreich gelingt. Dafür hat sie auf einen breiten Energie- und Technik-Mix gesetzt, von der Erdwärme über die Wärmepumpe bis zur Solarenergie. Die Genossenschaft zeigt auch, dass dies in Quartieren und Gebäuden funktioniert, die bereits älter sind. Sie nutzt moderne Technologien wie die Wärmepumpe, die jetzt in großen Mengen produziert wird. Damit zählt die ‚Märkische Scholle‘ zu den Vorreitern.“
„Die Wohnungswirtschaft und insbesondere Genossenschaften brauchen klare Signale, um Bewohnern klimaschonende Konzepte sozial verträglich anbieten zu können. Wir brauchen Planungssicherheit, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Klar ist aber auch: Nichtstun wird für die Gesellschaft letztendlich am teuersten.“ so Jochen Icken, Vorstand der Märkischen Scholle eG.
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