Anlässlich des 15-jährigen Dienstjubiläums von BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt als Aufsichtsratsvorsitzender der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) würdigte Leipzigs Oberbürgermeister Jung ihn als ausgewiesenen Experten, der sich um die Unternehmenskonsolidierung, die verantwortungsvolle Entwicklung des kommunalen Wohnungsbestandes und die Erfüllung des wohnungspolitischen Auftrages der Stadt Leipzig verdient gemacht habe.
Am 26. August 1993 war Burkardt als Nachfolger von Rudi Ahnert in das Amt gewählt worden. Seither steht er dem Gremium ununterbrochen vor und prägte in dieser Zeit die Entwicklung des kommunalen Wohnungsunternehmens entscheidend mit."Für den Gesellschafter", so Jung, "ist es angesichts der turbulenten Unternehmensgeschichte und vieler wichtiger Entscheidungen mit Folgen für die Stadt Leipzig immer ein beruhigendes Gefühl gewesen, Ludwig Burkardt an der Spitze des Aufsichtsrates zu wissen. Mit seinem Gespür für das wohnungswirtschaftlich und wohnungspolitisch Notwendige hat er die Konsolidierung und die Entwicklung der LWB zu einem modernen Dienstleister maßgeblich mitgeprägt."Im Frühjahr 1992 war die LWB in eine schwere Liquiditätskrise geraten. Die vordringlichste Aufgabe für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat war damals die Beseitigung der wirtschaftlichen Schieflage. Erschwert wurde eine Konsolidierung durch die Altschuldenproblematik und die Privatisierungsverpflichtung, durch die Eigentumsklärung für ca. 60.000 Wohnungen sowie durch Sanierungs- und Modernisierungsprogramme mit mehreren tausend Wohnungen jährlich.Angesichts dieser schwierigen Situation war der in Hessen geborene Jurist mit Wohnsitz in Kleinmachnow aufgrund seiner fachlichen Qualifikation und Nähe zur Wohnungswirtschaft im Jahr 1993 vom damaligen Leipziger Oberbürgermeister Lehmann-Grube zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates vorgeschlagen und daraufhin in den Aufsichtsrat gewählt worden. Burkardts wohnungswirtschaftliche Kompetenz wie sein juristischer und kaufmännischer Sachverstand prägten nachhaltig die strategische Ausrichtung der LWB. Unter anderem erkannte er Ende der 90iger Jahre als einer der ersten die gesamtgesellschaftliche Dimension der wohnungswirtschaftlichen Strukturprobleme in den neuen Bundesländern und setzte sich gegenüber der Politik verstärkt für die Interessen der ostdeutschen Wohnungswirtschaft ein.