Der Wasserverband Lausitz in Senftenberg hat die technische Betriebsführung seiner Anlagen zur Trinkwassergewinnung und Abwasserentsorgung für 20 Jahre an das private Entsorgungsunternehmen Remondos übertragen, berichtet die Märkische Allgemeine.
Demnach sollen alle 130 Beschäftigten für mindestens drei Jahre übernommen werden. Privatisiert würde der Vereinbarung zufolge nur der Betrieb, dazu gehörten Wartung und Instandhaltung und Durchführung von Qualitätsanalysen. Der Verband bliebe Eigentümer der Anlagen, fälle die Investitionsentscheidungen und lege die Abwassergebühren fest.Gegenüber der Zeitung erläuterte Verbandsvorsteher Roland Socher, dass nur durch die Privatisierung der Anstieg des Wasserpreises hätte verhindert werden können. Das Angebot von Remondos führe dazu, dass der Verband jährlich zwei Millionen Euro einspare. Dadurch könne für die Kunden für mindestens zehn Jahre eine Beitragsstabilität erreicht werden. Für Remondos habe der Auftrag ein Volumen von 67 Millionen Euro.