Alle fünf Jahre wird von der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung der Länder Berlin und Brandenburg ein Raumordnungsbericht erarbeitet, der über die räumliche Entwicklung in der Hauptstadtregion, den Stand der gemeinsamen Landesentwicklungsplanung und Regionalplanung sowie über aktuelle Planungen und Projekte informiert. Darüber hinaus werden raumbedeutsame Planungen in angrenzenden Ländern und Staaten erläutert und wird über die Arbeit der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung und der Landesplanungskonferenz berichtet.
Die unterschiedlichen Entwicklungen in der Hauptstadtregion stellen die beiden Länder weiterhin vor große Herausforderungen. Das Bevölkerungswachstum in Berlin und im Berliner Umland führt zu einer steigenden Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und einem Bedarf an sozialer und technischer Infrastruktur. Hingegen haben zahlreiche Gemeinden in den eher ländlich geprägten Teilräumen Brandenburgs die Auswirkungen des Bevölkerungsrückgangs zu bewältigen. In der südlichen Hauptstadtregion steht der Umgang mit dem Strukturwandel in der Industrie- und Bergbauregion Lausitz im Vordergrund. Die beiden Landesregierungen haben auf die sich abzeichnenden Entwicklungstrends reagiert und im Jahre 2015 die Überarbeitung der gemeinsamen Landesplanung beschlossen.
Die Ergebnisse des ROB 2018 verdeutlichen, dass die Kenntnis räumlicher Entwicklungstendenzen, eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb der Hauptstadtregion und im nationalen und europäischen Kontext sowie langfristig abgestimmte übergeordnete Planungen unabdingbar sind, um die Hauptstadtregion auch künftig im Sinne einer nachhaltigen Raumentwicklung zu gestalten.
Der Raumordnungsbericht 2018 wird dem Abgeordnetenhaus von Berlin und dem Landtag des Landes Brandenburg vorgelegt und steht anschließend im Internetauftritt der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung
www.gl.berlin-brandenburg.de/raumbeobachtung/index.html zur Verfügung.
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