LAND BRANDENBURG: MIETEN STEIGEN UNTERDURCHSCHNITTLICH

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Investitionsfähigkeit in Gefahr – Appell an Politik Potsdam – Die brandenburgischen Nettokaltmieten sind zwischen Juni 2007 und Juni 2008 nur um 0,4 Prozent gestiegen. Der allgemeine Verbraucherpreisindex stieg im Land hingegen um 3,4 Prozent. "Durch diese Entwicklung gerät die Investitionsfähigkeit der Wohnungswirtschaft zunehmend unter Druck", kommentierte Ludwig Burkardt, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU). Das gefährde auch Arbeitsplätze.  Die hinter dem allgemeinen Preisauftrieb zurück bleibenden Mieten seien nur auf den ersten Blick im Sinne der Verbraucher, so Burkardt. "Mittelfristig setzt diese Entwicklung die Investitionskraft der Wohnungswirtschaft stark unter Druck. Das bedeutet nicht nur Verzögerungen etwa bei energetischen und altergerechten Modernisierungen, sondern auch eine ganz konkrete Gefährdung von Arbeitsplätzen." Mit ihren Investitionen von zuletzt 361,4 Millionen Euro tragen die brandenburgischen BBU-Mitgliedsunternehmen zum Erhalt von mehr als 4.200 Arbeitsplätzen in Handwerk und Baugewerbe bei. Burkardt forderte die Politik vor diesem Hintergrund nachdrücklich auf, der Wohnungswirtschaft keine zusätzlichen Kosten aufzubürden: "Das gilt beispielsweise im Hinblick auf die Frage der Altanschlüsse". Außerdem müssten Investitionshemmnisse etwa bei energetischen Modernisierungen abgebaut werden. Hintergrund des vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ermittelten vergleichsweise sehr niedrigen Mietanstiegs sei u.a. die Explosion bei den Energiekosten. So sei von Juni 2007 bis Juni 2008 der Preis für Gas um 5,7 Prozent, für Fernwärme um 6,6 Prozent und der für leichtes Heizöl sogar um 57,3 Prozent geklettert. "Vor diesem Hintergrund sind die Mietsteigerungsspielräume eingeschränkt", so Burkardt. Unter dem Dach des BBU sind 362 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.