Der Vergleich der Preise zeigt: Sowohl das Gefälle zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg als auch die Differenzen innerhalb Brandenburgs sind mitunter immens.
Der Geschäftsführer der Stadtwerke Senftenberg GmbH, Detlef Moschke, erklärt dazu: „Eklatant waren die Preisunterschiede für Fernwärme. 142 Euro verlangte der teuerste Lokalanbieter für die Megawattstunde. Zwischen dem günstigsten und teuersten Anbieter liegt eine Differenz von fast 60 Prozent. Zu den günstigen Anbietern reihen sich wiederholt die Stadtwerke Senftenberg mit 89,45 Euro je Megawattstunde ein. Damit liegen wir ca. 15 Prozent unter dem Landesdurchschnitt.“.
Positiv ist auch die Bilanz für die Stromversorgung. Verglichen wurden hier die Tarife der Grundversorgung. Mit einem ausgewiesenen Mischpreis von 0,307 Euro/kWh finden sich die Stadtwerke Senftenberg hier unter den ersten sieben preiswertesten im Land wieder. In 53 Brandenburger Städten muss man demnach tiefer in die Tasche greifen. Der Brandenburger Höchstpreis für Grundversorgungsstrom liegt bei 0,34 Euro/kWh, damit zahlt der Brandenburger im Durchschnitt 0,321 Euro/kWh für seinen Strom.
Bei der Aktion „Stromsparcheck“ arbeiten die Kommunalen Unternehmen mit einem Gemeinschaftsprojekt der Caritas und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) zusammen, mit dem langfristig rund 250 GWh Strom eingespart werden sollen. Das entspricht etwa dem jährlichen Verbrauch von vier Städten der Größe von Senftenberg. Etwa 3.000 Langzeitarbeitslose in mehr als 120 Städten und Gemeinden sind bisher zu Stromsparhelfern geschult worden. Das allein ist schon ein guter Grund, dass wir die Initiative unterstützen und den Senftenberger Stromsparhelfern gute Voraussetzungen bieten.
Von der Aktion profitieren am Ende alle Beteiligten. Die teilnahmeberechtigten Bürger erhalten ganz praktische Tipps und Unterstützung beim Energiesparen. Das werden sie unmittelbar im Portemonnaie spüren, den Energiesparhelfern eröffnet sich die Chance einer neuen beruflichen Zukunft. Die Kommunen können ihre Zuschüsse reduzieren und wir alle gewinnen durch Schonung von Ressourcen.
Die Beratung macht den Stromsparcheck zu einer effektiven Hilfe zur Selbsthilfe. Flyer liegen nicht nur bei den Stadtwerken, sondern auch in den Servicestellen der KWG aus.
Die KWG stellt sich den Anforderungen der Zukunft und schenkt dem Thema „Energieeinsparung im Gebäudebestand“ nicht erst seit der eingeleiteten Energiewende erhöhte Aufmerksamkeit. Vor dem Hintergrund der notwendigen Energieeinsparung und CO2-Minderung ist es daher unumgänglich, dieses Potenzial zu erschließen. Auch im Wohnungs- und Gebäudebestand des Unternehmens lassen sich mit der Verbesserung der wärmeschutz-und anlagentechnischen Standards energetische Einsparungen erreichen.
Roland Osiander und Matthias Braunwarth, Geschäftsführer der KWG und BMA, sagen dazu: „Die dafür erforderlichen Investitionen machen sich angesichts steigender Energiekosten relativ schnell bezahlt. Dies ist vor allem der Fall, wenn ohnehin notwendige Modernisierungsarbeiten mit Maßnahmen zur Energieeinsparung kombiniert werden. Um diese Maßnahmen mit den anderen Akteuren, z. B. den Stadtwerken noch besser abzustimmen, begleiten wir unter anderem gemeinsam das Energiekonzept der Stadt Senftenberg mit.“
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