Demnach sinkt die Einwohnerzahl im Einzugsgebiet der KWG auch weiterhin, allerdings nicht mehr so stark wie noch vor 20 Jahren. Eine generelle Trendumkehr ist durch Heimkehrer, vermehrter Geburten und Asylbewerber im Gegenzug zum Sterbeüberschuss, der Altersstruktur geschuldet, auf lange Sicht (auch über 2030) hinaus allerdings nicht zu erkennen. Ein weiteres wichtiges Thema war der notwendige Abriss von bisher 4.210 Wohnungen im KWG-Bestand. Trotz Rückbau betrug der Leerstand Ende 2019 noch 12,7 % und verursachte damit der KWG erhebliche zusätzliche Kosten und Aufwendungen. Von den vom Rückbau betroffenen Mietern gelang es der KWG ca. 80% im Bestand zu halten. Mit dem Umzug in voll- oder teilsaniertem Wohnraum und deutlich höherem Standard bei der Wohnungsausstattung verbesserte sich die Wohnsituation für die Mieter. 2020 stellen die KWG und das Tochterunternehmen BMA rund 15Millionen Euro für Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen zur Verbesserung der ca. 7.300 Wohnungen zur Verfügung. Mit hohen Qualitätsansprüchen und energetischen Maßnahmen gelingt es uns immer besser, den Wohnungsbestand der Nachfrage anzupassen und langfristig zu sichern. In der Regel haben die Mieter für die Badausstattung die Möglichkeit zwischen dem Einbau einer Dusche oder einer Badewanne zu wählen. Die Bäder und die Küchen erhalten Fliesen bzw. einen Fliesenspiegel. Wenn es sich technisch realisieren lässt, wird dabei auf Mieterwünsche Rücksicht genommen. Unser besonderes Augenmerk richten wir weiterhin auf die Entwicklung altersfreundlichen Wohnraums, da sich der Bedarf in den kommenden Jahren weiter erhöhen wird.
Wolf-Peter Hannig, Aufsichtsrat KWG mit Roland Osiander, Geschäftsführer KWG; Foto: KWG
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