Die Kommunale Wohnungsgesellschaft Senftenberg (KWG) will mit Fokus auf qualitativen Umbau und energetischen Maßnahmen den Wohnungsbestand der Nachfrage anpassen und drohendem Leerstand entgegenwirken.
Das Land Brandenburg prognostiziert eine stagnierende bzw. schrumpfende Bevölkerungszahl, so dass die KWG Senftenberg mit einer langfristigen Unternehmensplanung bis 2025 versucht, den Wohnungsbestand der Nachfrage anzupassen und langfristig zu sichern. Dazu sollen Grundrisse verändert oder Wohnungen zusammengelegt werden. Durch Umnutzung will die KWG mit ihrem Bestand neuen Wohnbedürfnissen entsprechen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben. Es soll ausreichende Angebote für alten- und behindertengerechtes Wohnen geben ebenso wie für junge Familien und Haushalten ohne Kinder. Stadtumbau Ost sichert vorerst den AbrissAn den Standorten in Senftenberg, Großräschen, Schipkau, Schwarzheide und Ortrand ist aufgrund des Bevölkerungsrückgangs mit einem weiteren Zuwachs des Leerstands von mehr als 2.000 Wohnungen zu rechnen. Bis 2025 soll der Abriss sowie die Stilllegung von Gebäuden den Leerstand auf rund zehn Prozent eindämmen. Damit stünden ca. 500 Wohneinheiten leer. Der Wohnungsbestand ginge so auf 5.600 Einheiten zurück.Die für den Rückbau benötigten Fördergelder aus dem Programm "Stadtumbau Ost" des Bundesbauministeriums werden bis 2016 ausgezahlt. Für den langfristig geplanten Abriss ist die Zukunft dagegen noch offen: Abhängig sei dieser von der tatsächlichen Entwicklung, der Stadtumbauförderung sowie den KWG-eigenen wirtschaftlichen Möglichkeiten. Grundwasseranstieg und UmweltschutzIn Senftenberg gibt es weiterhin eine Grundwasserproblematik, die sich im Jahr 2011 insgesamt entspannt habe. Die KWG errichtete ein Grundwassermesspegel, um den täglichen Grundwasserstand abzulesen. Auch wird das Aufstellen der Kessel von Heizungsanlagen auf dem Dachboden angedacht.Umfangreiche Sanierungen sollen weiterhin erfolgen. Die KWG Senftenberg plant daher, Fassaden, Dächer und Keller zu dämmen und neue Fenster als auch moderne Heizungen einzubauen. Die Betriebskosten sollen so langfristig gesenkt werden.
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