Mit der Gründung 1991 gab es viel zu tun und der Plattenbaubestand war an die neue Zeit anzupassen. Im Jahr 2000 balancierte die KWG zwischen Unstimmigkeiten der Eigentümer mit der damaligen Geschäftsführung, einem Leerstand von über 20 Prozent, einem Schuldenberg von 160 Millionen Euro und sehr unzufriedenen Banken sowie der riesigen Problematik des massiven Wegzuges. Es musste ein umsetzbares Sanierungskonzept her, um die Leerstandentwicklung, den Umsatzrückgang und die großen wirtschaftlichen Probleme angehen zu können. Die KWG hat auf die Platte und deren Sanierung gesetzt, um für tausende von Mietern einen bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und soziale Sicherheit zu geben.
Der Plattenbau hat laut KWG nur dort einen schlechten Ruf, wo die Bestandspflege unterbleibt. Die KWG investierte seit 1991 insgesamt 396 Millionen in ihren Bestand mit entsprechenden Krediten. Ab 2000 wurden in schwierigsten Zeiten davon 227 Millionen Euro ohne Kredite investiert, gleichzeitig wurden die Verbindlichkeiten von 2000 bis heute von 160 Millionen auf 30 Millionen Euro gesenkt, eine enorme Leistung. Von 2002 bis heute wurden knapp 4.300 Wohnungen (108 Gebäuden) abgerissen. Eine der größten Herausforderungen in 30 Jahren Unternehmensgeschichte war und bleibt die nach wie vor rückläufige Einwohnerentwicklung. Damit bleibt der Stadtumbau ein gewaltiges Thema der kommenden Jahre und wird die KWG noch weiter alles abverlangen.
Die Bewältigung der kommenden Aufgaben der KWG, der Tochter BMA und des regionalen Wohnungsmarktes bedarf aufgrund der demografischen Problematiken, der Sterberate und des steigenden Leerstandes Beobachtung, Analyse und maßgeschneiderter Lösungen. Mit sachkundigem Handeln, dem Einsatz der Mitarbeiter und der Unterstützung der Kommunalpolitik auch in Form von Stadtumbaukonzepten wird es gelingen, die jeweils erforderlichen Maßnahmen und Strategien erfolgreich umzusetzen.
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