Die Betriebe des Berliner Bauhauptgewerbes (ab 20 Beschäftigten) verbuchten im Juli 2009 rund 4,3 Prozent weniger Umsatz als vor einem Jahr. Im Tiefbau sank der Umsatz sogar um 10,6 Prozent. Der Hochbau erzielte noch ein kleines Umsatzplus (0,9 %), da der öffentliche Hochbau eine Umsatzsteigerung um 30,7 Prozent aufwies. Die Bereiche Wohnungsbau (-2,9 Prozent) und gewerblicher und industrieller Hochbau (-4,7 Prozent) entwickelten sich dagegen negativ. Der Auftragseingang in den befragten Betrieben sank gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Prozent auf 120,1 Millionen Euro und damit nicht mehr so stark wie in den Vormonaten (im Juni -48,1 %; im Mai -29 %).
Die Zahl der im Bauhauptgewerbe Berlins beschäftigten Menschen lag um 1,5 Prozent über der des Vorjahres. Somit hat sich die Wirtschaftskrise noch nicht auf die Beschäftigtenzahlen der Berliner Baubetriebe ausgewirkt. Die Bruttoentgeltsumme lag bei 25,1 Millionen Euro und lag 7,9 Prozent über der des Vorjahres. Im Land Brandenburg stieg der baugewerbliche Umsatz im Juli 2009 hingegen um 5,9 Prozent an. Obwohl der Umsatz im Hochbau um 13,0 Prozent zurückging, konnte die Umsatzsteigerung im Tiefbau um 21 Prozent dies überkompensieren. Bei den Auftragseingängen in Höhe von 146,9 Millionen war im betrachteten Zeitraum ein Rückgang von 16,7 Prozent zu verzeichnen, der stärkste Rückgang seit sechs Monaten.Die Zahl der tätigen Personen sank im Juli 2009 gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 15.997. Die Entgeltsumme verringerte sich um 2,2 Prozent. Im Juli 2009 wurden durch die Beschäftigten der auskunftspflichtigen Betriebe zwei Millionen Arbeitsstunden auf den Baustellen geleistet, das waren 2,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.