KRIMINALSTATISTIK 2004: WENIGER DIEBSTÄHLE UND STRASSENKRIMINALITÄT, MEHR GESCHEITERTE WOHNUNGSEINBRÜCHE

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Bundesinnenminister Schily hat am 9. Juni die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2004 vorgestellt. Sie erfasst die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten und Straftatversuche. Danach ist für 2004 die polizeilich registrierte Kriminalität nahezu konstant geblieben. Die Aufklärungsquote sei gegenüber 2003 um 1,1 auf 54,2 Prozent gestiegen, was dem höchsten Wert seit Erstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik darstelle. Die Zahl der tatverdächtigen Kinder sei gegenüber 2003 um 8,4 Prozent auf 115.770 gesunken. Bei den Jugendlichen sei nach einem Rückgang in 2003 nunmehr ein Anstieg auf 297.087 (+ 1,1 %) zu verzeichnen.Fortgesetzt habe sich in 2004 der kontinuierliche Rückgang bei Mord und Totschlag. Gegenüber 2003 seien die Zahlen hier nochmals um 2,4 Prozent auf jetzt 2.480 Delikte gesunken. Seit 1999 betrage der Rückgang mehr als 13 Prozent. Zugleich sei die Aufklärungsquote von 95,6 Prozent im Jahr 2003 nochmals auf 96,1 Prozent gestiegen.Ebenfalls fortgesetzt habe sich die Abnahme der Straßenkriminalität ( 2,1 %). Als Ursachen hierfür seien neben der verstärkten Präsenz der Polizei im öffentlichen Raum die erfolgreichen Projekte kommunaler Präventionsprogramme, aber auch der Einsatz des BGS im Rahmen der Sicherheitskooperationen zwischen Bund und Ländern zu nennen.Ebenfalls fortgesetzt rückläufig sei die Gesamtzahl der Diebstahlsdelikte. Sie lag in 2004 bei 2.961.030 ( 2,3 %). Überdurchschnittlich gesunken seien die Diebstähle von Kraftfahrzeugen (58.937 /  6,8 %) und Fahrrädern (412.097 /  5,7 %). Seit 1993 habe der KFZ-Diebstahl insgesamt um mehr als 70 Prozent reduziert werden können. Der hierfür ursächliche Erfolg verbesserter technischer Sicherungseinrichtungen und Präventionsmaßnahmen zeige sich auch am wachsenden Anteil der nur versuchten Delikte. So sei die Zahl der an Sicherungsmaßnahmen gescheiterten Wohnungseinbrüche von 28,3 Prozent im Vorjahr auf 36,1 Prozent in 2004 gestiegen.Um 5,4 Prozent auf 139.748 Fälle angestiegen seien die Delikte der gefährlichen und schweren Körperverletzung. Dies bedeute aber nicht zwangsläufig eine tatsächliche Zunahme dieser Straftaten. Gewalttaten  vor allem im unmittelbaren sozialen Umfeld des Betroffenen wiesen ein hohes Dunkelfeld auf. Durch die in diesem Bereich verstärkte öffentliche Diskussion habe eine stärkere Sensibilisierung der Öffentlichkeit gegenüber Gewalt erreicht werden können. Gleichzeitig habe auch die Ermittlungstätigkeit der Polizei in diesem Deliktsbereich zugenommen. Es sei daher anzunehmen, dass dies gemeinsam mit einer Vielzahl präventiver Maßnahmen die Bereitschaft zur Anzeige von Straftaten deutlich erhöht habe. Der Anstieg bei Betrug (941.859 / + 7,5 %) und Computerkriminalität (66.973 / + 12,2 %) sei die Kehrseite der rückläufigen Diebstahlszahlen. Überdurchschnittliche Zunahmen seien vor allem beim Warenkreditbetrug (+ 19,3 %) sowie beim Computerbetrug (+ 24,6 %) zu verzeichnen. An die Stelle des klassischen Ladendiebstahls würden vermehrt Eigentumsdelikte auftreten, die mit dem Computer als Tatmittel begangen werden. Auch der Betrug mit Debitkarten ohne Nutzung des PIN-Verfahrens sei im Jahr 2004 nochmals um 4,8 Prozent auf 67.591 Delikte angestiegen.Die Zahl der Drogentoten sei erneut deutlich um 6,6 Prozent gesunken.Die polizeiliche Kriminalstatistik steht Zugangsberechtigten im Internetangebot des BBU als PDF-Dokument zur Verfügung. Polizeiliche Kriminalstatistik (3,1 MB)

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37B2A_Polizeiliche_Kriminalstatistik_2004_de
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