Konzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (AFOK)

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Unter dem Titel „Berlin wächst – klimaangepasst!“ fand am 19. Juli 2016 in Berlin die Übergabe des von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Auftrag gegebene und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Konsortium erarbeitete Konzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, kurz AFOK, im Rahmen einer Abschlussveranstaltung statt. Flankiert wurde die Übergabe des Konzeptes an Staatssekretär Christian Gaebler durch die Vorstellung des Stadtentwicklungsplan Klima KONKRET (StEP Klima KONKRET), der aufbauend auf den bereits 2011 erarbeiteten Stadtentwicklungsplan Klima (StEP) die aktuellen Herausforderungen der wachsenden Stadt Berlin weiter fokussiert.

Der Stadtentwicklungsplan StEP Klima KONKRET greift dabei Leitthemen möglicher Klimaanpassungen auf, konkretisiert Maßnahmen für unterschiedliche Stadtstrukturen und Flächentypen und zeigt Referenzobjekten auf, wie Klimaanpassungen in einer wachsenden Stadt umgesetzt werden kann. StEP Klima KONKRET wird als informelles Planungsinstrument Anwendung finden, beispielsweise für die bezirkliche Bauleitplanung. Daneben liegt seit 2016 beim Umweltatlas eine neue Planungshinweiskarte Stadtklima vor, die aufzeigt, welche Bereiche der Stadt bereits heute unter klimatischen Belastungen leiden und wo Berlin Potenziale der Entlastung besitzt. Die Planungshinweiskarte Stadtklima gliedert sich in drei Ebenen, der Hauptkarte, den Maßnahmen, sowie den ergänzenden Planungshinweisen und ist mit einer Rasterauflösung von zehn Metern sehr detailliert.

Das im Dezember 2014 in Auftrag gegebene Konzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Berlin, AFOK, erfasst alle vom Klimawandel betroffenen Bereiche und bildet, gemeinsam mit den schon bestehenden Planungswerkzeugen, den Rahmen für eine Gesamtstrategie zur Anpassung Berlins an die Folgen des Klimawandels. AFOK beschreibt auf der Basis aktueller globaler und regionaler Klimaszenarien die Klimaveränderungen, die auf Berlin in der nahen (d.h. bis 2050) und der fernen Zukunft (d.h. bis 2100) zukommen werden. Vor diesem Hintergrund identifiziert es die Verwundbarkeiten natürlicher, gesellschaftlicher und ökonomischer Systeme. Zudem zeigt das Konzept strategische Ansatzpunkte und konkrete Maßnahmenvorschläge mit dem Ziel, den kommenden Herausforderungen proaktiv zu begegnen und Schäden weitestgehend zu vermeiden.

Der BBU unterstützt die Klimaziele der Bundesregierung seit Jahren und hat sich intensiv mit seinen Erfahrungen in den Entwicklungsprozess zum AFOK eingebracht. Klimaschutz heißt für uns nicht nur das Klima zu schützen, sondern auch sich selbst vor dem Klima zu schützen.

Vor dem Hintergrund heute schon eintretender Folgen des Klimawandels ist es an der Zeit, die einzelnen Aussagen der verschiedenen Konzepte zu einem einheitlich anwendbaren Gerüst für alle Akteure in der Stadt zusammenzufassen. Bereits realisierte Projekte zeigen auf, dass in enger Zusammenarbeit verschiedener Akteure auf Grundlage der Erhaltung unternehmerischer Entscheidungsspielräume klimaschonende und vor Klima schützende Lösungen erreicht werden. Der BBU wird sich auch weiterhin dafür einsetzen.