KONJUNKTURPAKET I-MITTEL FÜR DAS BERLIN WELTKULTURERBE

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Das Umfeld der Museumsinsel und drei Siedlungen der Berliner Moderne sollen in den nächsten Jahren denkmalgerecht saniert und energetisch verbessert werden. Für die Maßnahmen mit einem Volumen von 36 Millionen Euro wird die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Rahmen des neuen BMVBS-Programms "Förderung von Investitionen in nationale UNESCO-Welterbestätten" 13,7 Millionen Euro Fördermittel beim Bund beantragen. Im Rahmen des Konjunkturpakets I der Bundesregierung stellt der Bund für alle Welterbekommunen von 2009 bis 2013 insgesamt 150 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden vor allem investive Maßnahmen zur Sicherung, Instandsetzung, Restaurierung und Sanierung von Welterbestätten, aber auch konzeptionelle Beiträge zur welterbeverträglichen Stadtentwicklung.33 der in Deutschland gelisteten UNESCO-Welterbestätten liegen in Berlin: Neben er Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft mit ihren Schlössern und Gärten zählen die Berliner Museumsinsel und sechs Siedlungen der Berliner Moderne zum Weltkulturerbe. Die Siedlungen entstanden zwischen 1913 und 1934. Architekten der klassischen Moderne gaben auf hohem architektonischem Niveau Antworten auf die Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg: moderne, bezahlbare Wohnungen mit Küchen, Bädern und Balkonen in Häusern ohne Hinterhof und Seitenflügel, dafür mit Licht, Luft und Sonne. Die qualitätsvolle Baukunst, die Formensprache, die Wohnungsgrundrisse und die städtebaulichen Figuren der Siedlungen wurden zum Vorbild für das 20. Jahrhundert. Die Siedlungen haben international einen hohen Stellenwert. Während die Berliner Schlösser und Gärten und die Museumsinsel als Leuchtturmprojekte überwiegend vom Bund finanziert werden, besteht für drei der sechs Siedlungen dringender Handlungsbedarf. Zu den ausgewählten Siedlungen gehören der Schillerpark in Mitte, die Großsiedlung Britz (Hufeisensiedlung) in Neukölln und die Großsiedlung Siemensstadt (Ringsiedlung) in Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau.