Die Berliner Wirtschaft gerät zusehends in den Sog der internationalen Konjunktur- und Finanzkrise. Dies zeigen die Umsatzrückgänge in stark betroffenen Industriezweigen, aber auch die Einbußen in Handel und Gastgewerbe. "Die Entwicklung wird allerdings 2009 nicht so negativ ausfallen wie in Deutschland insgesamt", so die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen in ihrem neuesten Konjunkturbericht.
In Industriebereichen wie Kraftwagen und Metall kam es in Berlin im 1. Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahr zu Umsatzrückgängen im zweistelligen Bereich. Auch lagen die Umsätze im Berliner Einzelhandel im ersten Quartal 2009 trotz günstigerer Preisentwicklung um real 2,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dennoch sei die Hauptstadt von der Krise nicht so stark betroffen, wie es sich auch an der Kurzarbeit zeige. Zwar befanden sich im März 2009 aus konjunkturellen Gründen in Berlin bereits rund 10.800 Personen in Kurzarbeit. In Relation zur Gesamtbeschäftigung falle die Kurzarbeit auf Bundesebene jedoch etwa viermal so stark ins Gewicht.Allerdings gebe es laut Wirtschaftssenator Wolf wenig Aussichten auf eine schnelle Belebung: "In der Industrie dürfte die Lage in den kommenden Monaten angespannt bleiben, und auf dem Arbeitsmarkt ist zu befürchten, dass die Kurzarbeit weiter zunimmt und sich zeitversetzt in sinkender Beschäftigung bemerkbar macht". Daher würden "alle Möglichkeiten" genutzt, die Wirtschaft aktiv zu unterstützen. Neben öffentlichen Infrastrukturinvestitionen sowie Bürgschaften und Finanzierungsmöglichkeiten der Investitionsbank könnten Unternehmen unter dem Internetportal "berlin-trotzt-der-Krise" gebündelt die Unterstützungs- und Beratungsangebote im Land Berlin abrufen. Der Konjunkturbericht steht im BBU-Internet zum Herunterladen bereit. Konjunkturbericht
Downloads
41D2A_Konjunktur%20Berlin%20Q1
PDF
162