KONJUNKTURAUSSICHTEN WEITER VERSCHLECHTERT

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Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am 18. Dezember mit. Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung hätten sich demnach weiter eingetrübt. "Die Abschwächung der Weltkonjunktur wird stärker ausfallen, als bislang angenommen", so Bundesminister Glos zur Erklärung. Zugleich sei die Lage an den internationalen Finanzmärkten nach wie vor stark angespannt. Die von den Finanzmärkten ausgehenden Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung blieben weiterhin bestehen. Auch wenn weltweit Bemühungen unternommen würden, die Konjunktur zu stützen und in Europa von rückläufigen Rohstoffpreisen und einem schwächeren Euro positive Impulse ausgingen, so blieben die Perspektiven für die Weltkonjunktur vorerst deutlich gedämpft. Damit habe sich auch der Ausblick für die stark exportabhängige deutsche Wirtschaft weiter eingetrübt. Die gesamtwirtschaftliche Leistung der deutschen Wirtschaft hat sich nach gutem Start im Verlauf dieses Jahres merklich abgeschwächt. Im dritten Quartal nahm das Bruttoinlandsprodukt preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent ab. Die schwächere Auslandsnachfrage hat sich im Verlauf des Jahres negativ auf die Investitionstätigkeit ausgewirkt. Die privaten Konsumausgaben konnten diese Entwicklung bislang nicht kompensieren. Die Konjunkturindikatoren deuten an, dass sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal sogar verstärkt fortgesetzt hat. Abwärtsbewegung in der Industrie verstärkt sichDie Wachstumsabschwächung im Produzierenden Gewerbe setzt sich bislang nahezu ungebremst fort. Die Gesamterzeugung nahm dort im Oktober preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,1 Prozent gegenüber der Vorperiode ab. Im Bauhauptgewerbe war bei einem Rückgang von 3,0 Prozent im Oktober im Dreimonatsvergleich dagegen eine Zunahme um 0,5 Prozent zu verzeichnen. In der Industrie vollzog sich der Rückgang im Oktober vor allem bei den Herstellern von Investitionsgütern (- 3,1 %) bzw. von Vorleistungsgütern (- 2,2 %). Die Frühindikatoren deuten dabei eher noch auf einen beschleunigten Rückgang in den kommenden Monaten hin. In der Industrie ist die seit langem abwärtsgerichtete Nachfrage im September mit einem weiteren Rückgang um 8,3 und im Oktober mit nochmals 6,1 Prozent geradezu eingebrochen und auch deutlich unter das Vorjahresniveau gesunken. Konsum mit leichter BelebungVor diesem Hintergrund hat sich die ohnehin bereits deutlich unterkühlte Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe von Oktober auf November weiter eingetrübt. Eine gewisse Entlastung vor allem für die Industrie bringt der spürbare Rückgang der Energie- und Rohstoffpreise. Die privaten Konsumausgaben haben sich im dritten Quartal preis-, kalender- und saisonbereinigt leicht um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal belebt. Neben der weiterhin günstigen Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung trug hierzu die Beruhigung des Preisauftriebs durch die Trendwende bei den Energiepreisen wesentlich bei. Die leicht positive Entwicklung beim privaten Konsum dürfte sich im Jahresschlussquartal fortsetzen. Zeitlich verlagerte Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt Die konjunkturelle Abschwächung wird mehr und mehr auch am Arbeitsmarkt sichtbar. Zwar erhöhte sich die Beschäftigung weiter dynamisch. Die Erwerbstätigkeit nahm im Oktober im Inland saisonbereinigt um 37.000 Personen zu. Damit gab es 40,91 Millionen Erwerbstätige, 518.000 mehr als im Vorjahr. Jedoch hat die Kurzarbeit bereits merklich zugenommen. Die Zahl der Arbeitslosen unterschritt im November mit 2,988 Millionen nochmals die Dreimillionen-Marke. Gegenüber dem Vorjahresstand waren dies 390.000 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote sank bundesweit auf 7,1 Prozent. Der Abbau der Arbeitslosigkeit verlief aber bereits mit einem Rückgang um saisonbereinigt 10.000 deutlich ruhiger. Stark verzögert wird damit die konjunkturelle Abschwächung, die sich seit dem Frühjahr vollzieht, nun auch am Arbeitsmarkt immer sichtbarer. Die Perspektiven für den Arbeitsmarkt – dies zeigt auch das ifo-Beschäftigungsbarometer – haben sich erheblich eingetrübt. Preise stabilerDas Preisklima in Deutschland hat sich im November weiter entspannt. Diese Tendenz dürfte sich angesichts des Preisrückgangs an den internationalen Rohstoffmärkten bis weit in das kommende Jahr hinein fortsetzen. Der Rohölpreis der Sorte Brent ist in den Monaten seit seinem Höchststand Anfang Juli von rund 145 US-Dollar je Barrel zeitweilig im Dezember sogar unter die 40 US-Dollar-Marke gesunken. Gegenüber dem Vormonat gingen die Verbraucherpreise im November deutlich um 0,5 Prozent zurück. Ausschlaggebend war erneut der starke Preisrückgang bei Kraftstoffen und Heizöl. Die Jahresteuerungsrate der Verbraucherpreise sank drastisch auf 1,4 Prozent.