Nach der am 15. Mai vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Schnellschätzung lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 1. Quartal 2007 preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent höher als im Schlussquartal 2006. Im Vorjahresvergleich stieg das BIP in den ersten drei Monaten um real 3,3 Prozent, kalenderbereinigt sogar um 3,6 Prozent. Bundesminister Glos sieht die Konjunktur in Deutschland auf einem robusten Wachstumskurs.
Mit der guten Konjunktur habe sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter deutlich verbessert. Die Beschäftigungsentwicklung befand sich zu Jahresbeginn deutlich im Aufwind: Die Zahl der Erwerbstätigen lag im 1. Quartal 2007 um rund 570 000 Personen über dem Vorjahresniveau. Besonders stark habe sich dabei die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen erhöht.Besonders erfreulich sei, dass die Wachstumsimpulse vor allem von der dynamischen Investitionsnachfrage kämen. Die Bauinvestitionen konnten aufgrund des sehr milden Winters und einer lebhaften Nachfrage nach Bauleistungen überdurchschnittlich zum guten gesamtwirtschaftlichen Ergebnis beitragen. Auch die Ausrüstungsinvestitionen hätten ihren klaren Expansionskurs beschleunigt fortgesetzt. Die privaten Konsumausgaben dürften im Quartalsvergleich zurückgegangen sein. Gründe hierfür liegen nicht zuletzt in vorgezogenen Käufen im Schlussquartal 2006, die im Zusammenhang mit dem höheren Umsatzsteuersatz zu Jahresbeginn stehen. Bundesminister Glos: "Die Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes belegen, dass sich die deutsche Wirtschaft in kraftvoller Fahrt befindet. Auch das Ergebnis für 2006 wurde erneut angehoben, und zwar von real 2,7 Prozent auf nunmehr 2,8 Prozent. Der gute Einstieg in das Jahr 2007 stützt zugleich die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung, der ein Anstieg des realen BIP im Jahresdurchschnitt 2007 von 2,3 Prozent zugrunde liegt."