Die Sommer sollen deutlich trockener werden. Die Einwohner der Hauptstadtregion müssten sich auf zunehmende Hitzeperioden, tropische Nächte und mehr Hitzetage einstellen. Im Winter kann es vermehrt zu Starkregenereignissen kommen. Außerdem wird es deutlich weniger Frosttage geben.
Die Studie wurde im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, der Berliner Forsten, der Berliner Stadtgüter GmbH und der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erstellt. Die Verfasser haben bei ihrer Arbeit bereits vorhandene Studien, Forschungsergebnisse und Szenarien berücksichtigt und diese durch eigene Modellrechnungen ergänzt. "Die aktuelle Studie erlaubt somit verlässliche Aussagen darüber, inwieweit sich das Klima in Berlin ändern wird, und welche Auswirkungen dieser Klimawandel haben wird", so Maria Krautzberger, Staatssekretärin bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Innerstädtische Zonen besonders betroffenDie Studie zeige auch, dass sich innerstädtische Zonen stärker erwärmen werden als das Umland. Die Wärme werde dort aufgrund der vorhandenen dichteren Bebauung länger gespeichert, die Nächte kühlten weniger ab. Dadurch werde das Stadtklima hier insgesamt trockener. "Das kann zur Verstärkung des sogenannten ‚Urban Heat-Phänomens’ führen", so Krautzberger. Dies könne sich nachteilig auf die Lebensqualität auswirken und zusätzliche Belastungen durch klimatisch bedingten Stress auslösen. Sie betonte: Krautzberger betonte: "Wir müssen uns in Berlin auf die Folgen des Klimawandels rechtzeitig einstellen. Das ist ein wichtiges Ziel zukunftsorientierter Stadtpolitik. Die Klimaveränderung wird das Lebensumfeld der Menschen wesentlich beeinflussen."