KLIMASCHUTZ KONKRET: ÜBER EIN DRITTEL WENIGER CO2

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Potsdam – Brandenburger wohnen mit ruhigem Klimagewissen: Die Wohnungen der 219 Mitgliedsunternehmen des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) emittieren heute rund 35 Prozent weniger CO2 als 1991. "Das zeigt: Brandenburgs Wohnungsunternehmen sind Vorreiter in Sachen Klimaschutz", so BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern. Die sektorbezogenen Ziele des Kyoto-Protokolls, die bis 2012 für den Bereich Haushalte eine Verringerung der Emissionen um zwölf Prozent vorsehen, seien seitens der BBU-Mitgliedsunternehmen damit um das Dreifache übertroffen worden. Kern präsentierte die Zahlen auf der Tagung "Energetische Stadterneuerung", die der BBU heute zusammen mit dem Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung (MIR) in Lübbenau veranstaltet. Die Zahlen sind Ergebnis einer Erhebung unter den brandenburgischen BBU-Mitgliedsunternehmen.  Elf Milliarden investiert, 78 Prozent modernisiert Seit 1991 hätten die Wohnungsunternehmen rund elf Milliarden Euro in ihre Bestände investiert. Im Ergebnis seien heute 54 Prozent vollständig und weitere 24 Prozent teilweise energetisch modernisiert. Damit hätten die Wohnungsunternehmen einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte geleistet. Bei den nicht modernisierten Wohnungen handle es sich in der Mehrzahl um solche, die demnächst abgerissen werden sollten. Klimafreundlich heizenMit einem Anteil von 74 Prozent werde die große Mehrheit der Wohnungen bei BBU-Mitgliedsunternehmen klimafreundlich mit Fernwärme beheizt, so Kern. Bei weiteren 20 Prozent werde mit Gas ein ähnlich klimaschonender Energieträger eingesetzt. BBU fordert "effektiven Energiepreis"Fernwärme sei zwar klimaschonend, oft aber auch relativ teuer. Kern: "Das liegt auch an den Fernwärmevorrangsatzungen, die in vielen brandenburgischen Gemeinden erlassen wurden." Vor dem Hintergrund dieser Monopolstrukturen forderte Kern die Schaffung eines "effektiven Energiepreises". Analog zum "effektiven Jahreszins" der Energiewirtschaft solle darüber die regionale Vergleichbarkeit von Fernwärmetarifen ermöglicht werden. Kern: "Auf diese Weise gäbe es mehr Preistransparenz. Dadurch kämen die Versorger unter Rechtfertigungsdruck." Der BBU biete der Landesregierung an, auf Grundlage der "BBU-Preisdatenbank" die Mitarbeit an der Etablierung solcher Preisstandards an. Unter dem Dach des BBU sind 365 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.