Die 2008 zugesagten Kredite und Zuschüsse der KfW-Bankengruppe für energieeffizientes Bauen (6,7 Mrd. Euro) haben Investitionen in Höhe von 13,4 Mrd. Euro angestoßen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bremer Energieinstituts (BEI) im Auftrag der KfW.
Die KfW-Programme zur Förderung des energieeffizienten Bauens und Sanierens geben nachhaltige Impulse für Klima und Arbeitsmarkt. Dies belegen zwei Studien, die die KfW Bankengruppe am 21. August vorgelegt hat. Nach der Studie des Bremer Energieinstituts (BEI) für das Jahr 2008 konnte der CO2-Ausstoß durch die Förderung erheblich reduziert werden. Insgesamt erbrachten die in 2008 geförderten Investitionen eine jährliche dauerhafte Minderung des CO2-Ausstoßes von 837.000 Tonnen. Damit konnte der jährliche CO2-Ausstoß der privaten Haushalte seit dem Jahr 2006 um fast 2,5 Mio. Tonnen dauerhaft gesenkt werden. Ein weiteres zentrales Ergebnis des Gutachtens ist, dass Sanierungsvorhaben und Baumaßnahmen zumeist an örtliche Handwerker und Bauunternehmen vergeben wurden. Mit den im Jahr 2008 geförderten Investitionen wurden so mehr als 200.000 Arbeitsplätze für mindestens ein Jahr gesichert.Von niedrigeren Energiekosten profitieren Wohnungseigentümer und Mieter: Durch in den Jahren 2005 bis 2008 geförderten Wärmedämmungen und Heizungsmodernisierungen konnten laut der BEI-Studie bereits Heizkosten in Höhe von fast einer Mrd. Euro eingespart werden. Zudem steigen der Wohnkomfort und der Wert des Gebäudes.Die KfW-Förderung der energetischen Gebäudesanierung hat positive Wirkungen auf den Staatshaushalt - so die zweite Studie, vorgelegt vom Forschungszentrum Jülich für das Jahr 2007. Die mit den Investitionen einhergehende Nachfrage nach Bauleistungen und die damit verbundenen positiven Beschäftigungseffekte kamen dem Staatshaushalt zugute: Die unmittelbaren Gewinne für den Staatshaushalt beliefen sich auf mindestens 223 Mio. Euro. Sie ergaben sich aus den zusätzlichen Einnahmen an Steuern und Sozialbeiträgen sowie den vermiedenen Ausgaben für Arbeitslosigkeit, die den Kosten der Förderprogramme gegenüber gestellt wurden.Ein weiteres Ergebnis ist, dass die maximalen gesamtwirtschaftlichen Gewinne der Energieeinsparung und CO2-Reduzierung im Gebäudebestand mehr als doppelt so hoch waren wie die damit verbundenen Kosten. Die Investitionskosten je vermiedener Tonne Kohlendioxid betrugen demnach 216 Euro - dem standen jedoch gesamtwirtschaftliche Erlöse sowie Minderausgaben der geförderten Maßnahmen von bis zu 568 Euro gegenüber: Diese entstanden durch vermiedene Umweltschäden, Heizkostenersparnis, Erhöhung von Gebäudewerten, mehr Wohnkomfort bzw. dadurch erzielte höhere Mieteinnahmen.Die Bundesregierung hat die Mittel für die KfW-Programmfamilie zur Förderung des energieeffizienten Bauens und Sanierens im Rahmen des ersten Konjunkturpakets zur Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung aufgestockt. Damit können bis Ende 2011 rund 8,5 Mrd. Euro an Krediten und Zuschüssen zur Verfügung gestellt werden.